Detail- und Umbausets für die 1:48er Beechcraft 18 / Beech C-45 von Eduard und BelcherBits

ICM hat seit 2014 unter verschiedenen Bezeichnungen Bausätze für unterschiedliche Versionen der Beech-18 bzw. C-45 im Angebot; Revell kooperierte dazu in 2015 mit einer weiteren Ausgabe. Alles was an Zusatzmaterial für den ICM-Bausatz ausgezeichnet ist, passt also auch für Revell.
Die Bausätze ergeben jeweils ein feines Modell des Originals, das überwiegend als leichter Transporter und Schulflugzeug im WK II und noch lange danach in vielen Ländern in Dienst stand. Es entsteht immer ein vergleichsweise kleiner Zweimot mit vielen Markierungsalternativen.
Wie kann der Modellbauer nun den Bau noch vereinfachen bzw. einige Verbesserungen vornehmen?

Von Eduard liegen mir drei Detailsets vor …Nummer EX465 enthält die immer wieder sehr nützlichen Maskierungen für die Klarsichtteile und die Räder:
Sie sind wie für jedes andere Modellbauprojekt rundweg eine Empfehlung wert. Wenn sie zu haben sind, immer zugreifen.
Wenn dann durch die fein abgeklebten Klarsichtteile ins Flugzeuginnere gesehen werden kann, gilt: Wie es drinnen aussieht, geht den Interessierten etwas an.

Hierbei hilft Eduard mit dem selbstklebenden Zoom-Set FE722 (also den wichtigsten farbig vorbehandelten Teilen für das Cockpit aus dem größeren Interior-Set).
Das Set enthält Teile für die Instrumentenbretter, die Bedienhebelkulisse und die Sitzgurte. Sie sind den Bausatzteilen bzw. den Decals in der Detaillierung eindeutig überlegen.
Die Bauanleitung gibt die notwendigen Hinweise in klarer Form. Da sie aus dem großen Set abgeleitet ist, werden ein paar Kleinteile beschrieben, die in dem Zoom-Set nicht enthalten sind:

Für die äußeren Details (die teilweise allerdings auch im Inneren liegen!) liefert Eduard das Set 48848:
Das Set enthält zusätzliche Detaillierungen für die Motoren – die im Originalbausatz recht stiefmütterlich dargestellt sind und für die es keine passenden Alternativen in Resin gibt – wie Kühlrippen, Zündring und die Gehäusevorderseite. Weiterhin Innenwände für die Fahrwerkschächte, einige Wartungs- und Kühlerklappen und strukturierte Felgen für die Räder.

Wer es mit der Nachbildung im Modell ganz genau nimmt, wird allerdings feststellen, dass der ICM/Revell Bausatz die frühen Serienversionen mit den kleinen oberen Triebwerkzellenverkleidungen und der geraden Tragflächenvorderkante zwischen den Triebwerken abbildet. Die Masse der gefertigten Originale könnte damit nicht dargestellt werden.

Hier hilft ein Nachrüstsatz von Belcher-Bits mit drei Resinteilen. Die Triebwerkverkleidungen können über die Bausatzteile geklebt werden; geht also recht einfach. Die Tragflächenvorderkanten müssen am Bausatz mit wenigen Sägeschnitten freigemacht werden und können mit dem dritten Resinteil ersetzt werden. Als Zugabe gibt es noch einen Astrodome (eine Glaskuppel für den Oberrumpf, durch den mit einem Sextanten die Position ermittelt werden kann), der in einigen Versionen vorhanden war.

Lose zusammengesetzt sieht es dann wie folgt aus:

Etwas an Nacharbeiten ist erforderlich. Diesen Resinsatz kann allerdings auch ein Anfänger in der Bausatzverfeinerung verwenden und zu guten Ergebnissen kommen.

Die Eduard Detailsets sind direkt im online-shop des Herstellers erhältlich:

EX 465 Beech C-45F Masken
FE 722 Beech C-45F Interior ZOOM
48848 Beech C-45F Exterior

Der Belcher-Bits-Satz ist von Aero-Spezial, hier gibt es auch alternative Decalsätze z. B. von Caracal-Models – einfach mal reinschauen!

Hermann Geers, Wietmarschen