Hawker Tempest Mk. V Series 1 im Maßstab 1:48 von Eduard PROFIPACK 82121

Eduard hat nun zum zweiten Mal eine Hawker Tempest in die Regale der Modellbauhändler gestellt: Die erste war eine Tempest Mk.V, die im Jahre 1997 die Modellbauer begeisterte. Sie war nicht perfekt und es gab im Laufe der Zeit auch einige Korrektursets für diesen Bausatz. Daher waren die Modellbauer auch begeistert, als Eduard eine neue Tempest in 1:48 angekündigte …

Und bei diesem Modell hat sich EDUARD, was die Oberflächengestaltung angeht, selbst übertroffen – man wird förmlich geblendet, soviel Licht strahlt das Modell ab!
Aber beim zweiten Blick ziehen 2-3 kleine Wolken auf – nix Dramatisches, aber für EDUARD eher ungewöhnlich.
Doch zunächst das „Licht“:Wirklich toll gemachtes Polystyrol mit einer unglaublichen Oberrflächengüte, einigen sehr gut gemachten Alternativteilen und filigranen Details!
Auch das „Rad“ mit den Klarsichtteilen vermag zu überzeugen … mit einer Ausnahme!Während die Frontscheibe absolut transparent ist … … weist die Schiebehaube eine leichte Trübung auf und ist nicht ganz so klar:Hier wird ein Bad in FUTURE hoffentlich Abhilfe schaffen können!
Der kleine Bogen mit den selbstklebenden Masken …….für die es in der Bauanleitung eine gesonderte Anleitung gibt:
Die Platine mit den exzellenten Ätzteilen wertet das Modell nochmals massiv auf:Und hier noch ein paar Detailaufnahmen, die ein beredtes Zeugnis von der Verarbeitungsgüte bei EDUARDs neuem Bausatz sprechen:

Aber ich hatte es ja schon angedeutet: Wo viel Licht, da ist leider auch ein ganz klein wenig Schatten.
1. Das ist man so nicht gewohnt: Alle Bauteile waren in eine Tüte gequetscht und das kann nicht gut gehen …
… denn die beiden Radabdeckungen waren lose beiliegend:Gott sei Dank ohne irgendwelche Beschädigungen – Glück gehabt!

2. Das kenne ich von Eduard besser – die Krümmer sind leider ohne Öffnungen und ich hoffe nicht, dass man dieses Detail absichtlich vergessen hat, weil man uns BRASSIN-Auspuffkrümmer verkaufen möchte!

3. Der erste Blick sieht etwas erschreckend aus und ich befürchtete zunächst massive Sinkstellen im Plastik – da, wo die Radschächte sind. Aber es ist wohl nur eine Verfärbung durch unterschiedliche Temperaturen beim Abkühlen:Die Bauanleitung- EDUARDtypisch beginnt das Ganze mit einer umfangreichen historischen Einführung:Und die eigentliche Montage wird dann Schritt für Schritt und mit präzisen Teilezuordnungen und Anleitungen zur Detailbemalung abgehandelt:

Für diese Detailbemalung (und natürlich auch die Lackierung) gibt Eduard seit Neuestem neben den Gunze-Farben auch die neuen Mission Model-Farbtöne an:
Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung – die Mission Model Paints sind wirklich hervorragend zu handhaben und wir können sie nur wärmstens empfehlen. Wer mag, kann bei Modellbau König mal reinschauen.

Mit dem Nassschiebebogen …… können sechs verschiedene Markierungen umgesetzt werden:

Und natürlich gibt es wieder für die vielen (lesbaren!) Wartungshinweise …

… eine gesonderte Anleitung:

Mein Fazit:
Das Modell ist ein Traum! Punkt! Was mich nur stört, sind die aufgezeigten losen Teile (die man bei sorgfältiger Verpackung hätte vermeiden können!) und die nicht geöffneten Auspuffkrümmer – EDUARD kann es bei anderen Bausätzen doch auch! Es entsteht das Gefühl, man habe das absichtlich gemacht, um die extra erhältlichen BRASSIN-Teile verkaufen zu können!

Erhältlich direkt im Eduard online-shop.

Michael Schröder, Emden