Kit-Archäologie: Die Stuka Junkers Ju-87B von Revell – 1/32 – 1969

Heute will ich mal ein altes Schätzchen vorstellen, die Revell Stuka in 1/32 von 1969 (Copyright laut Anleitung). Das war als Kind mein allerallererster Bausatz, den damals noch der Herr Papa montieren durfte, darum habe ich auch eine etwas besondere Beziehung dazu.

Ich habe den Bausatz etliche Jahre später bekommen, darum bin ich ganz offen gesagt auch unsicher, ob es eine spätere Wiederauflage ist oder wirklich ein Original, denn für letzteres sieht er einfach noch fast zu gut aus. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob man 1969 schon die Leitwerke auf dem Deckelbild retuschiert hatte.

Aber das spielt auch keine Rolle, denn es ist einfach alles genau so wie in der Ursprungs-Edition, und darum macht es einfach mal Spaß zu sehen, wie ein state-of-the-art-Bausatz 1969 ausgesehen hat.

Es beginnt schon damit, daß es keine seperate Verpackung für Klarsichtteile gab oder ähnliches. Zudem hat der Karton eine Größe, die heute für 1/48er Modelle üblich ist, und zwar für die kleineren.

Gerade mal 77 Teile warten auf den Kleber, verteilt auf 5 Spritzlinge, einer davon mit den Klarsichtteilen.

Die Teile sind einerseits schon faszinierend detailiert, andererseits mit den heutigen Standards natürlich nicht ansatzweise vergleichbar.

Der Motor macht durchaus was her, finde ich:

Das Innenleben ist auch gar nicht mal schlecht strukturiert. Man beachte die satte Sinkstelle rechts etwas oberhalb der Bildmitte.

Das Armaturenbrett könnte sich mit etwas sorgfältiger Bemalung durchaus sehen lassen:

Die seitlichen Cockpitteile enthalten immerhin die wichtigsten Bedienelemente:

Teilweise sind die Teile schon durchaus komplex gestaltet.

Die Figuren für die Besatzung sind einfach putzig.

Das Äußere ist im wahrsten Sinne des Wortes geprägt von großzügig vorhandenen Nietköpfen.

Das Spornrad findet seinen Platz in einer durchaus robusten Halterung, nebst Sinkstelle an den Flanken.

Die Klarsichtteile sind dick, voller Schlieren und einfach herrlich. Und sie sind mit sehr schön ausgeprägten Streben versehen.

Der große Decalbogen mit gerade einmal 12 Decals. Zwei davon rechts sind aus bekanntem Grund wegretuschiert.  😉

Die Anleitung. Meine Güte, was liebe ich diese alten Revell Anleitungen. Darum auch hier alle sechs Seiten in voller Größe, mehr braucht es nicht für den Bau. Der Charme dieser Anleitung ist für mich unerreicht.

Dazu noch ein wunderschöner „zeitgenössischer“ Flyer.

Fazit:

Eine Empfehlung gibt es nicht, der Bausatz hat  für mich einfach Charme, und ein Vergleich nach heutigen Maßstäben verbietet sich natürlich.  Ich käme nie auf die Idee, dieses Schätzchen zu bauen, aber ich genieße es einfach, ab und an einen Blick in den Karton zu werfen und mich an die Anfänge meines Hobbies zu erinnern.

 

KlausH