Kit-Archäologie – heute: British Fighter S.E. 5a von Lindberg im Maßstab 1:48

Die neuen Bausätze der britischen SE 5a von Eduard (Hispano Suiza und Wolseley Viper und Wolseley Viper ProfiPack) und Revell hatten wir ja schon ausführlich vorgestellt und sie sind definitiv das derzeitige „non-plus-ultra“ in Sachen „SE 5a Modellbau“.
Aber als leidenschaftlicher Bausatzsammler (sehr zum Leidwesen meiner „sozialen Bezugsgruppe“ – sprich: meiner Familie) habe ich natürlich auch hier noch ein altes Schätzken aus der Frühzeit unseres Hobbys in meinem reichhaltigen Fundus entdeckt …

Der Bausatz der S.E. 5a von Lindberg stammt ursprünglich aus dem Jahre 1958! Meine Edition hat den Copyright-Vermerk 1969 – zuletzt wurde der Kit 2010 noch einmal aufgelegt.
Beim Öffnen des länglichen Stülpkartons …
… kommen einige in Gelb gespritzte Plastikteile, eine Bauanleitung sowie der Bogen mit den Nassschiebebildern zum Vorschein.
Und die Plastikteile können, finde ich, durchaus überzeugen – bedenkt man das Alter des Bausatzes:
Die beiden Rumpfhälften sehen gar nicht mal sooo schlecht aus:

Und auch die Tragflächenteile können sich durchaus noch sehen lassen:

Keinerlei Sinkstellen, keine Auswerfermarken und -Gottlob- keine dieser damals so modischen gravierten „decal placement guides“!
Im Inneren einer der Rumpfhälften der Hinweis auf den Hersteller:
Der erste Spritzling mit Kleinteilen:
Der Pilotensitz – eher ein Witz; der Steuerknüpel – brauchbar:
Der Pilot – schweigen wir aus Rücksicht auf sein hohes Alter:
Der Propeller ist meines Erachtens noch ok:
Die Vickers-MG dafür nicht:
Der zweite Spritzling …
… gibt uns das Lewis-MG – das man am besten austauscht:
Reifen mit Speichenandeutung und ein FRontkühler mit Lamellenimitation – damals Ende der 1950er Jahre top:
Das kleine ovale Namensschild …
… für den mitgelieferten Ständer:
Übrigens ist der Mann vom Bodenpersonal durchaus verwendbar!
Und separat in einer kleinen Tüte verpackt finden wir noch den Draht zur Befestigung des Doppeldeckers auf dem Ständer:
Die Bauanleitung im Stil der 1950er und 1960er Jahre hat ihren ganz eigenen nostalgischen Charme:

Die Nassschiebebilder werden vermutlich nicht mehr brauchbar sein:Ok, nun ein Fazit:
Natürlich kann dieser Bausatz absolut nicht mit den modernen Kits von Eduard mithalten!
Keine Frage!
Aber: Er hat einen, wie ich finde, immensen Nostalgiefaktor und ich werde ihn auf keinen Fall links liegen lassen!
Watch this space …

Dr. Michael Brodhaecker, Lingen