L-29 Delfin – Eduard ProfiPACK 1/48

Eduard bringt aktuell den zweisitzigen Trainer L-29 Delfin auf den Markt. Man bedient sich dabei den Teilen des 2013 erschienenen Kits von AMK (AvantGarde Model Kits) und ergänzt wie gewohnt mit eigenem Zubehör.

Vorbild

Die L-29 war in den 60er- und 70er Jahren der Standard-Jet-Trainer des Warschauer Paktes. Bis 1974 wurden über 3600 Exemplare des bis zu 655 km/h schnellen Flugzeugs gebaut.

Modell

Der Eduard-Kit basiert auf dem 2013 erschienenen Bausatz von AMK und beinhaltet etwa 110 Teile, die sich auf 5 Gußrahmen verteilen, einer davon enthält die Klarsichtteile.

Die Detailierung ist durchweg exzellent, und auch die Fertigungsqualität fast perfekt. Die Detailaufnahmen sprechen für sich:

Man beachte die toll detailierte Cockpitwanne:

Die hier sehr auffälligen Sinkstellen stören ein bißchen, sind aber am gebauten Modell praktisch nicht sichtbar.

Die Triebwerkseinläufe, top umgesetzt inklusive des Stegs in der Mitte:

Ich schrieb oben „fast perfekt“. Man sieht hier eine leichte Sinkstelle, ebenso an ein oder zwei anderen Stellen am Rumpf, aber die sind durchweg so fein, daß sie sich vermutlich durch leichtes Überschleifen schon beseitigen lassen. Also kein Problem.

Weitere Details; der Guß ist wirklich sehr sauber und praktisch ohne Grat:

Ruder und Klappen lassen sich auch angelenkt darstellen. Hier erkennt man den zweiten Grund für das „fast perfekt“: Die Oberfläche ist relativ rauh, besonders auf den Tragflächen. Aber auch das ist einfach mit feinem Schleifflies zu beseitigen. Die Gravuren sind recht fein, aber nicht zu fein, und das kommt uns in dem Fall entgegen:

Die Klarsichtteile sind wirklich blitzsauber, schlierenfrei und sehr transparent. Den Cent genau unter den mattierten Bereich zu legen war natürlich eine tolle Idee von mir… 😉 Die Hauben lassen sich geöffnet darstellen, die Passgenauigkeit sollte auch bei geschlossener Haube zu keinerlei Problemen führen.

Nun zu den Eduard-Goodies. Allem voran stehen insgesamt drei Platinen mit PE-Teilen, die teilweise schon farbig bedruckt sind.

Wie immer ist der Druck in der Vergrößerung etwas grobkörnig und kann nicht ganz mit der Feinheit eines guten Transparentfilms mithalten, aber für das bloße Auge genügt mir die Qualität vollkommen:

Die Gurte und Polster sind wirklich toll gemacht:

Und die Vergrößerung zeigt die feinen Schattierungen des Drucks. Echt top!

Der zum Glück „unvermeidliche“ Maskierfilm ist eine große Hilfe beim Lackieren von Rädern und Cockpithauben.

Die Decals verteilen sich auf drei Blätter und sind von Eduard selbst gefertigt. Der Trägerfilm ist sehr dünn, der Druck perfekt ohne Fehler oder Farbversatz.

Es liegen Markierungen und Stencils auf getrennten Blättern vor:

Die Stencils unterscheiden sich je nach gewählter Version:

Für die Variante „C“ liegt gar ein eigener kleiner Bogen bei:

Die Qualität hält auch einer stärkeren Vergrößerung stand:

Das gilt auch für die Stencils:

Die folgenden Bilder zeigen ausführlich die möglichen Varianten. Wie gewohnt ist auch jeweils ein kleiner Abriß zur Geschichte des Originals dabei.

Die 20-seitige farbige Anleitung führt sicher durch den Bau. Farbangaben beziehen sich auf das Gunze-Farbsystem. Auf die Unterschiede der einzelnen Varianten wird genau eingegangen, und das Platzieren der zahlreichen Stencils wird auf eigenen Seiten gezeigt.

Fazit:

Von den wirklich nur ganz leichten Sinkstellen und der stellenweise etwas rauhen Oberfläche abgesehen ist das wirklich ein rundum gelungener Bausatz mit feinen Details, sehr guter Passung und toller Ausstattung. Die Basisteile vom AMK sind eine exzellente Wahl, die Beigaben von Eduard sinnvoll ausgesucht. Resinräder wären toll gewesen, aber die sind immerhin seperat erhältlich, ebenso wie ein zusätzliches PE-Set (wird noch mit den Rädern vorgestellt). Es gibt auch Resin-Sitze, wobei ich die bei der Kombination Bausatz- und PE-Teile fast schon für überflüssig halte.

Insgesamt kann ich nur sagen:

Absolut empfehlenswert!


Erhältlich ist der Bausatz beim gut sortierten Fachhandel und natürlich direkt bei Eduard.

 

KlausH