P-51D Mustang in 1:48 von Airfix A05131

Die P-51 Mustang ist, wie die Spitfire oder die Messerschmitt Bf 109, im Modell-bau ein nicht gerade seltener Vertreter und insbesondere im Maßstab 1:48 gibt es nun wirklich mehr als genügend Bausätze dieses „all American classic“! Stellt sich natürlich die Frage: „Brauchen wir wirklich NOCH eine Mustang?“
Der britische Hersteller AIRFIX scheint der Meinung zu sein: „Ja!“
Ich war, wie bei fast jeder Airfix-Neuheit, einfach nur neugierig, was wohl in der Schachtel sein wird und habe mir eine zugelegt …

Erster positiver Eindruck: Wir haben es mit einem Stülpkarton zu tun, der es beim Bau ermöglicht, die fertigen Baugruppen zwischendrin aufzubewahren:


Und dieser Stülpkarton ist randvoll gefüllt:


Die beiden Rumpfhälften sind außen schön graviert (wenn auch immer noch einen Tick zu tief!) und verfügen im Inneren über Vertiefungen zur Aufnahme der Cockpitseitenwände:

Auffällig ist das Fehlen eines Seitenruders – dieses liegt in zwei (kaum voneinander zu unterscheidenden) Versionen bei und muss separat engeklebt werden – was übrigens hervorragend gelingt!

Der Cockpitbereich verfügt über einfach und absolut passgenau zu montierende Teile:

Man beachte die wirklich toll gemachten Details:

UnserFlugzeugführer sieht auch absolut überzeugend aus und dürfte bei ordentlicher Bemalung ein echter Hingucker werden:


Der Gussrahmen mit der einteiligen Tragfläche, den unterschiedlichen Seiten-rudern, Teile der Fahrwerkabdeckung, der Motorabdeckung und den beiden Cockpitseitenwänden:


Die einteilige Tragflächenunterseite ist in ihrem Inneren mit passgenauen Einsätzen versehen …

… in die zum Beispiel der durchgehende Tragflächenholm …


… sowie der Fahrwerkschacht hervorragend hineinpassen:


Hier gibt es, wie bei den Fahrwerkabdeckungen, keinerlei Passprobleme:

Alles lässt sich ohne Herumprobieren eindeutig positionieren und verkleben.

Das gilt auch für die Motorraumabdeckung – wenn man hier nicht, wie es mir  leider passiert ist, schluderig arbeitet, erhält man einen absolut passgenauen Übergang zum Rumpf:


Die beiden oberen Tragflächenhälften verfügen, wie alle Oberflächen, über etwas zu tiefe Gravuren, passen aber exzellent:

Das einteilige (und ebenfalls passgenaue!) Seitenruder:


Der Spritzling mit Landeklappen, Propeller, vorderer Tragflächen/Bugsektion, Höhenruder sowie der Abdeckung für einen geschlossenen Fahrwerkschacht:

 


Am letzten großen Gussrahmen befinden sich eine Unmenge von kleinen Details:


Die Abwurfbewaffnung der Mustang:


Die beiden unterschiedlichen Abgassammler:


Auch die Hauptbereifung liegt in zwei Varianten vor:


Die vielen recht filigran wiedergegebenen Kleinteile sind randscharf gegossen und lassen sich komplikationslos vom Gussrahmen trennen:

Der letzte Spritzling ist dann der „Bazooka“-Bewaffnung der P-51 gewidmet:

Diese Bewaffnung war nicht nur recht ineffektiv, sondern beschränkt die Baubarkeit unseres Bausatzes auf einige wenige Mustang.
Lieber wären mir Raketen gewesen – aber deren Aufnahmelöcher sind in der unteren Tragfläche bereits angedeutet und ich bin mir sicher, dass demnächst auch eine Mustang mit dieser Bewaffnungsvariante zu haben sein wird!

Der Spritzling mit den Klarsichtteilen ist separat eingepackt und weiß zu überzeugen:


Zwei unterschiedliche Windschutzscheiben (einmal mit, einmal ohne Rückspiegel), drei verschiedene Schiebehauben – was will man mehr?

Auch die Kleinteile können sich sehen lassen:


Die Klarsichtteile sind sehr transparent und ermöglich einen guten Einblick in das fertiggestellte Cockpit:

Und wer auf „Nummer Sicher“ gehen möchte, der genehmigt den Kanzelteilen noch ein Bad in FUTURE – dann werden sie noch transparenter!

Die Bauanleitung beginnt mit einer kurzen historischen Einführung mit den Grunddaten zum Vorbild und führt auf 11 Seiten in 70 Bauschritten zum fertigen Modell:

Der sehr umfangreiche Bogen mit den Nassschiebebildern:


Diese ermöglichen die Realisierung zweier unterschiedlicher Mustang:

Und für die gut lesbaren Wartungshinweise …

… gibt es ein gesondertes Blatt:


Um die eingangs gestellte Frage nach der Notwendigkeiteines weiteren Mustang-Bausatzes in 1:48 aufzugreifen:
Ich habe mir noch zwei weitere Kits davon zugelegt!
Nach meiner bescheidenen Meinung ein Bausatz, der nicht nur einfach zu montieren ist, sondern sowohl in den Abmessungen als auch von der Detaillierung her durchaus mit der Konkurrenz aus Fernost mithalten kann.
Eine klare Kaufempfehlung!

Erhältlich im online-shop von Modellbau König.

Dr. Michael Brodhaecker, Lingen