Panzerhaubitze M 109G in 1:72 von Revell (Art.Nr. 03305)

Die Panzerhaubitze M109 gehörte zur Standardausstattung der bundesdeutschen Artillerie während von Mitte der 1960er Jahre bis zur Ausserdienststellung des Systems 2007.
Verwunderlich, dass Liebhaber des kleinen Maßstabes bis jetzt warten mussten, um eine M109 G bauen zu können!
Toll, dass uns Revell einen so hervorragend recherchierten und detaillierten Bausatz auf die Basteltische legt …

Ab Mitte der 1960er Jahre bis 1972 beschaffte die Bundeswehr insgesamt 586 Panzerhaubitzen M109 aus US-amerikanischer Produktion und ließ sie zum Standard M109 G umrüsten, wobei hauptsächlich die Waffe selbst sowie die Zieloptiken an die Bedürfnisse der Bundeswehr angepasst wurde. Auch das ursprünglich montierte Cal. 50 MG wurde durch ein Maschinengewehr aus bundesdeutscher Fertigung ausgetauscht.
In den 1980er und zu Beginn der 2000er Jahre wurden an den veralteten Systemen nochmals eine Art Kampfwertsteigerung durchgeführt, um sie bis zur Einführung der wesentlichen moderneren PzH 2000 noch einsetzen zu können.

Auf der Rückseite der kleinen Schachtel finden sich neben Abbildungen des montierten Bausatzes auch Bilder der Spritzlinge sowie Informationen zu den Farben und dem nötigen Werkzeug:

Schon mal vorweg: Die Schachtel ist randvoll gefüllt mit Gussrahmen – so voll, dass es mir fast nicht möglich war, die herausgenommenen Teile nach dem Photographieren wieder zurückzupacken!
Und natürlich haben wir es wieder mit der extrem anwenderunfreundlichen Faltschachtel zu tun – wohin also mit den fertiggestellten Komponenten?
Wenn man in Bünde doch endlich mal ein Einsehen hätte und von diesen un-praktischen Schachteln abkommen würde!

Abgesehen von diesem meinem üblichen Mantra bzgl. der Verpackung kann sich der Inhalt wirklich sehen lassen:

Der Gussrahmen für die Wanne des M109:

Wie man schon auf obigem Photo (und erst recht bei der Nahaufnahme) sehen kann, ist eine der Schwungachsen nicht richtig ausgegossen:


Das es NICHT an der Form liegt, beweist das Photo des gleichen Bauteiles vom ersten Testshot:

Alle Modellbauer, denen ein solcher Fehler untergekommen ist, werden in Windeseile durch die Abt. X Ersatz bekommen!

Der Gussrahmen für den Turm:

Hauptwaffe und Kleinteile:

Die Laufrollen des M109 Laufwerkes sehen wirklich hervorragend aus:

Was auc für die in Segmenten gegossenen Ketten gilt:

Die Bauanleitung hat auf dem Titelblatt ein wunderschön gebautes Modell – aber leider sucht man wieder vergeblich nach irgendwelchen Vorbildinformationen:

Ich würde mir wünschen, dass Revell zur früher üblichen „Informationspolitik“ zurückkehrt und den Modellbauern einige Hinweise zum Original gibt!

Die Montageanleitung ist, analog zu allen anderen Bausätzen, im neuen „Style“ gehalten:

Die in Italien (aber wohl nicht bei Cartograf?) gedruckten Nassschiebebilder …


… ermöglichen die Umsetzung mehrer M 109 G der Bundeswehr:

Fazit: Ein mehr als grundsolider Bausatz dieser Arbeitspferdes der mobilen Artillerie und die optimale Grundlage zur Erstellung einer detaillierten Replik des Originals.

Erhältlich im online-shop von Modellbau König.

Axel Ragge (Photos) und Dr. Michael Brodhaecker, Lingen (Text)