SATYR aus der Ancient Greek Myths Series in 1:24 von MasterBox MB 24024

Um sich von den Zwängen, denen man sich bewußt oder auch unbewußt hingibt, zu befreien, wollte ich was Schnelles und Einfaches haben, was man an einen Abend zusammenbauen kann. Endlich mal weg vom korrekten „RLM schieß mich tot“, kein „unter-auf-neben-und-was-weiß-ich-alles“ für Farbbetonungen, denn eins ist klar: Wer behauptet „die Farben stimmen nicht“, der hat Probleme, von denen ich noch nie gehört habe!
Aus der Serie antiker griechischer Mythen habe ich mir den schaurig-schönen Satyr als „Zwischendurch-Projekt“ rausgesucht …
Und wer jetzt, so wie ich anfänglich, nicht die leiseste Ahnung hat, was zum Donnerwetter ein „Satyr“ sein soll, dem sei es kurz erklärt:
Ein SATYR ist ein Dämon aus der griechischen Sagenwelt, oft dargestellt mit Tierattributen.  Als Mischwesen werden sie auch gerne mit Ohren und Schweif von Pferden oder Eseln sowie mit Hufen dargestellt. Später (nach unserer Darstellung des eher furchterregenden Dämons von Masterbox) werden aus den wenig ansehnlichen Tierwesen eher dickliche, unbekleidete, stupsnasige und glatzköpfige Figuren. Sie gelten dann als Erfinder des Weinbaus und der Musik und damit als Kulturbringer – und treten oft als lüsterne, bockgestaltige Waldgeister im Gefolge des Gottes Dionysos auf.
Eventuelle Fachleute in Sachen „Griechische Mythologie“ bitte ich um Nachsicht mit meiner Zusammenfassung, so, wie ich Nachsicht mit jenen Fachleuten haben werde, wenn sie mal einen RLM-Ton nicht hundertprozentig getroffen haben.
Womit sich der Kreis wieder schließt …
Die Figur kommt auf einem Gußast daher, das spricht schon mal für ein schnellen Zusammenbau und ist, wie ich finde, sehr gut ausgeformt. Klar – sie kommt nicht gegen Resin an, aber kostet dafür auch nur ein Bruchteil einer Resinfigure … was Anfängern wie ich es bin sehr entgegenkommt:
Wie auf den Fotos zusehen kann die Figur überzeugen, das Fell ist schön herausgearbeitet, die Details klar zuerkennen, was die Bemalung erleichtert:

Für die Bemalung liegen uns nur das Deckelbild sowie die Schachtelrückseite als Hilfe bei:
Meine ganz persönliche Empfehlung: Ein klares „Ja“ für den Kauf und ein schönes kleines Projekt, bei dem der Pinsel im Mittelpunkt seht 🙂

Michael Schröder, Emden