Spitfire Mk. IXc (early version) Eduard ProfiPACK 1:48 (#8282)

Bei der Spitfire handelt es sich zweifelsohne um einen echten Klassiker der Luftfahrt. Eine Mk VIII und eine Mk. XVI Bubbletop in 1:48 von Eduard haben wir ja bereits in der Vergangenheit vorgestellt. Heute schauen wir uns die Mk IXc in der frühen Variante an.

Vorbild

Als Anfang 1942 die ersten Focke Wulf Fw 190 in Luftkämpfe mit den älteren Spitfire Mk V verwickelt wurden stellt sich schnell heraus, dass die Mk V dem neuen Feind nicht gewachsen war. Zwar befanden sich Nachfolgemodelle in Form der Mk VII und VIII in der Entwicklung, wobei mit der Einführung dieser Muster erst Jahr später zu rechnen gewesen wäre. Als „Notlösung“ bauten die Briten den Rolly Royce Motor „Merlin 60“, der eigentlich für den Höhenbomber Wellington Mk VI vorgesehen war, in die Rümpfe von Spitfire Mk Vc und somit entstand die Mk. IX. Obwohl es sich bei dem Muster um eine Notlösung handelte wurden in Summe 5959 Mk. IX hergestellt (284 wurden durch Umbauten alter Spitfire hergestellt, 557 bei Supermarine und 5117 bei Castle Bromwich, Birmingham).

Bausatz

Der Bausatz der Mk. IXc ist in dem Sinn keine Neuheit. Bereits 2013 brachte Eduard je einen Bausatz für die „early“ als auch für die „late“ Variante auf den Markt. Inhalt und Produktnummer des „early“ Bausatzes von 2013 sind identisch mit dem uns vorliegenden, aktuellen Bausatz. Ob Eduard auch eine Neuauflage der „late“ Variante plant ist im Moment nicht bekannt, aber durchaus möglich.

Für die Tragflächen liegen 2 Spritzlinge bei. Je nach gewählter Markierungsvariante werden entweder Teile von Gussast „B“ (links) oder „C“ (rechts) benötigt, wobei die Tragflächenunterseite von Gussast „C“ nicht benötigt wird.

Die Gravuren sind äußerst fein ausgeführt und sollten in dünnen Schichten lackiert werden.

Am Gussast „E“ finden wir die beiden Rumpfhälften, sowie die Motorabdeckungen.


Auch hier fallen sofort die feinen Gravuren und Nietenreihen in’s Auge. Beachten Sie auch die runden Öffnungen in den Nieten.

Am Gussast „F“ finden wir diverse Kleinteile wie z.B. die Ruder oder auch Innenseiten des Cockpits. Fischhaut oder Sinkstellen finden sich an keinem der Gussäste.


Das Aufbohren der angedeuteten Löcher am hinten Sitzrahmen ist eine mögliche Verfeinerung für den Bausatz.

Auch der Gussast „G“ verfügt über jede Menge Kleinteile und ist komplett fehlerfrei gegossen.


Man beachte insbesondere die feinen Details an den Fahrwerksverkleidungen und die ausgehöhlten Auspuffenden. (Die Bauteile G2 und G3 mit den runden Auspuffstutzen werden für den Bau nicht benötigt)

Klarsichtteile

Die Klarsichtteile finden wir absolut schlierenfrei vor. Natürlich ist es möglich die Cockpithaube in geöffnetem Zustand zu montieren.

Masken

Kein Profikit von Eduard ohne Maskierfolien. So unscheinbar diese gelben Bögen auch wirken möchten (… und so schlecht sie sich auch fotografieren lassen) sind diese Maskierfolien eines der smartesten Hilfsmittel von Eduard.

PE Teile

Natürlich liegt auch in diesem Profikit eine kleine, aber feine PE Platine bei. Hier finden wir sozusagen die Grundausstattung zur optimalen Detaillierung eines Cockpits :

Wunderschön bedruckte Cockpitinstrumente sowie ebenfalls farbig bedruckte Sitzgurte.

Decals

Dem Kit liegen 2 getrennte Decalbögen bei. Bei dem Ersten handelt es sich um einen Bogen mit Wartungshinweisen für die Mk. IX. Tippfehler, vergessene oder falsch interpretierte Buchstaben konnten wir keine entdecken. Die Druckauflösung ist absolut hervorragend – auch die kleinsten Texte können noch gelesen werden.

Der zweite Decalbogen beinhaltet dann die spezifischen Decals für die 5 darstellbaren Markierungsvarianten.


Auch dieser Bogen ist direkt von Eduard gedruckt und zeigt sich absolut fehlerfrei. Versatz ist nicht zu entdecken und die Decals für die Cockpitinstrumente und den „RAF Donald Duck“ zeigen sich sehr filigran.

Eduard hat sich auch bei diesem Bausatz wieder 5 interessante Markierungsvariaten ausgesucht, wobei 2 davon in Middle Stone/Dark Earth zu lackieren sind und 3 in Ocean Gray/Dark Green. Interessanterweise handelt es sich bei einer der Middle Stone/Dark Earth Maschinen um eine USAAF Maschine.

  • EN315, flown by S/Ldr. Stanislav Skalski, Polish Combat Team, Northern Africa, Spring 1943
  • EN133, No. 611 Squadron , Biggin Hill, Early 1943
  • BS392, flown by S/Ldr. Bernard Dupérier, CO of No. 340 Squadron, Biggin Hill Airbase, Autumn 1942
  • EN354, flown by 1st Lt. Leonard V. Helton, 52nd FG, 4th FS, La Sebala Airfield, Tunisia, June, 1943
  • EN568, flown by W/Cdr. Alan C. Deere, CO of Biggin Hill WIng, Biggin Hill Air Base, Junge 1943

Anleitung

Auch diese Bauanleitung von Eduard zeigt sich wieder so wie wir sie kennen und lieben. Nach einer kurzen textlichen Erläuterung in englisch und tschechisch der der Mk. IX zeigt eine Art Übersichtskarte die verschiedenen Gussäste und deren Bauteile. Nicht benötigte Bauteile sind hellblau hinterlegt. Die Farbangaben beziehen sich auf Gunze Aqueous bzw. Mr. Color. Die Explosionszeichnungen sind von der hoher Qualität und lassen keine Fragen offen. Dort wo textliche Ergänzungen angebracht sind sind diese in englische Sprache vorhanden.

Fazit:

Wieder eine sehr schöne Wiederauflage von Eduard die ihren Platz im heimischen Lager, bzw. der heimische Vitrine absolut verdient hat.

Erhältlich im Onlineshop von Eduard