Hallo Freunde, die Star Wars genauso begeistert wie mich …
Da der Todesstern schon reichlich Geld und Zeit verschlungen hatte, ist mir der Weiterbau nicht leicht gefallen. Daher brauchte ich erst mal einen längeren Zeitraum zum Nachdenken, und um Kraft zu sammeln …
Da es wieder Zeit und Geld kosten würde, war ich mit mir am hadern: Aber in meiner Vorstellung war der Todesstern halt noch nicht fertig. Man hätte ihn aber so zweifellos ausstellen können. Da es den Leuten ja nicht aufgefallen wäre, dass ich selbst ihn für „unvollendet“ halte.
Nun gut. Irgendwann war ich soweit und der Weiterbau konnte gestartet werden …

Im Internet schaute ich nach dem passenden Hintergrund für mein Todesstern Diorama. Na ja um ehrlich zu sein schaute ich nach zwei Hintergründen. Da die Rückwand je nach Wunsch drehbar sein sollte. Nachdem ich meiner Meinung nach zwei passende Hintergründe ausgesucht hatte, habe ich diese in einer Profi Druckerei zur Stabilität auf eine 3mm Hartschaumplatte drucken lassen. Die Bilder sind sehr matt gedruckt worden, damit sich die Sonne so wenig wie möglich darin spiegelt, bzw. die Leute beim Fotografieren keine hellen Stellen haben. Dann habe ich für die Rückwand ein Stecksystem gebaut, damit man sie drehen kann. Aber auch, wie ihr euch vielleicht noch aus dem ersten Teil erinnert, abnehmen kann, damit der Todesstern zum Transport in einen Karton passt:
Da ich den zweiten Tie-Fighter schon zusammen mit dem ersten gebaut und ihn so gesehen auf Lager hatte, brauchte ich ihn nur noch mit einem Acrylgas Rundstab auf dem Todesstern zu platzieren. Leichter gesagt als getan. Es ist halt nicht ganz einfach diese Entscheidung zu treffen. Man schaut halt nach der besten Lösung. Als es dennoch fest stand, dass er in die rechte obere Ecke sollte, wurde ein 3mm Loch in den Todesstern an der passenden Stelle gebohrt. Nun wurde der Acrylglas Rundstab auf die passende Länge gekürzt und in das vorgesehene 3mm Loch auf der Unterseite des Tie-Fighters gesteckt. Zum Schluss wurde er dann mit dem Diorama verbunden:

Nachdem der Y-Wing zusammengebaut war musste er noch in die Schlacht um den Todesstern integriert werden. Auch diese Entscheidung ist nicht mal eben gefallen. Man schaut wo er am besten hinpasst und hält ihn an verschiedene Positionen um die richtige oder beste zu finden. Nun ja so wie er hier zu sehen ist, gefiel er mir am Besten. Dann wurde er wie zuvor beim X-Wing erklärt, auf dem Diorama befestigt. Da sich der Acrylglas Rundstab in dieser Position des Y-Wing immer weiter biegt darf er höchstens einen Tag in dieser Position bleiben und muss dann wieder vom Diorama genommen werden, damit der Acrylglas Rundstab sich wieder zurück zieht oder biegt:
Damit der Todesstern noch spannender wird, sollten noch mehr Einschüsse oder Explosionen zu sehen sein. Zur Erklärung dieser Szene. Der obere Tie-Fighter jagt und beschießt Y-Wing, der wiederum auf den Kanonenturm geschossen hatte bevor er abdrehte. Nachdem die genaue Position der Einschusslöcher bekannt war, mussten noch die roten und gelben Blink LEDs verbaut werden. Nun wurde wieder ein 6mm Loch an dieser Stelle in das Diorama gebohrt. Die Kabel durch das Styropor zur Rückseite des Dioramas verlegt, wo sie mit einem 9v Stecker verlötet worden sind. Um dann auf dem Boden der Rückseite des Dioramas mit Schmelzkleber befestigt zu werden. Aber nun wieder zurück zur Vorderseite. Die rote 9v Blink LED wurde in Bodennähe befestigt. Die gelbe 9v Blink LED etwa 3cm höher um einen Feuereffet zu erzielen. Zum Schluss wurde dann noch Kosmetikwatte um die Blink LEDs geklebt, Und hier und da noch ein wenig mit Vallejo 70.950 Black schwarz geairbrusht:

Da es bei den Modellbauausstellungen immer recht hell ist, habe ich die Befürchtung, dass die Blink LEDs nicht richtig zur Geltung kommen. Deswegen musste ich mir was einfallen lassen um für die richtigen Lichtverhältnisse zu sorgen. Und es sollte recht schnell wieder vom Diorama zu lösen sein. Also habe ich mir einen Fichtenrahmen gebaut, der links und rechts sowie auch vorne um 10cm hervor steht. Damit das Diorama auch genügend Schatten abbekommt. Wie man sieht wurde die vordere Leiste des Rahmens länger gelassen damit man noch Packband daran befestigen kann. Dann habe ich noch eine Pappe unter dem Rahmen mit Leim befestigt. Auf der Rückseite des Dioramas wurde mit nur zwei Schrauben eine Leiste befestigt, in der sich ganz oben ein Loch und etwas tiefer ein Dübel befindet. Der Fichtenrahmen wird mit einem 8mm Dübel mit der aufrechten Leiste zusammen geführt. Zwei Packbänder an denen sich eine Schlaufe befindet werden nun von dem Fichtenrahmen durch das Loch geführt und an dem Dübel befestigt.
Um Zuschauer zu meinem Stand zu locken, wurde noch ein Star Wars Schild gefertigt. Das ich einfach hinter der vorderen Leiste des Fichtenrahmen stecken kann. Hierzu habe ich mir Zuhause das Star Wars Wort auf ein Din A4-Blatt gedruckt und auf eine Pappe geklebt. Danach wurde die Pappe hinter der vorderen Leiste des Fichtenrahmens gehalten, und eine zweite Leiste hinter der Pappe mit Leim befestigt. Zum Trocknen des Leim`s wurde natürlich die Pappe entfernt. Zum Schluss wurde alles mit schwarzer Abtönfarbe gestrichen, und nach dem Trocknen mit Klarlack seidenmatt eingesprüht:

Um die beiden Seiten des Star Wars Dioramas zu verdunkeln kaufte ich mir 1,5m langen und 0,5m breiten schwarzen Baumwollstoff. Den schnitt ich in der Mitte durch, so reichte die Stofflänge von 0,75m für beide Seiten. Nun wurde der Stoff mit einem Handtacker auf die obere Seite des Fichtenrahmens angetackert. Damit man die Klammern nicht sieht wurden sie noch mit der schwarzen Abtönfarbe übergestrichen.Wie man an den Bildern gut erkennen kann, reichte der Stoff sogar um die hintere Ecke bis hinter das Diorama. So und jetzt kann ich auf die Lichtverhältnisse in einer Halle reagieren. Je nach Bedarf kann ich die Vorhänge herunter hängen lassen, und wenn sie nicht benötigt werden, lasse ich sie einfach obendrauf liegen:
So meine lieben Freunde.
Wir sind am Schluss meines Berichtes angekommen. Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen oder ihr konntet etwas für eure Projekte dazu lernen? In diesem Sinne – bis zum nächsten Bericht …
Ralf Nies, Modellbaufreunde Borgentreich













