F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020

Meng ist seit noch nicht allzu langer Zeit auch in den Bereich komplett neuer Phantom-Bausätze unter Anwendung modernster Fertigungstechniken eingestiegen. Dabei wurde mit den späteren „Langnasen“ der F-4G und F-4E Baureihen (mit „geslatteten“ Tragfächen) begonnen …
Meng ist damit etwas später gestartet, um die bis etwa 2017 den Markt bestimmenden Hasegawa-Bausätze, die seit den frühen 1980-er Jahren die Referenz bildeten, abzulösen.
Gegenstand dieser Ausgabe ist die wohl letzte Fortentwicklung der Phantom, die als „Terminator“ in Diensten der Türkischen Luftwaffe steht und in anderen Zeiten aus heute mit israelischer Hilfe mit modernsten internen Ausrüstungen und entsprechenden Waffen- und Unterstützungsausrüstungen auf einen sehr aktuellen Stand aufgerüstet wurde.
Im stabilen Karton finden wir eine Vielzahl von Spritzästen in Grau und Klar mit einer umfangreichen Auswahl an Außenlasten, einen großen Decalbogen mit drei Markierungsmöglichkeiten von Sonderlackierungen und normalen Einsatzmaschinen, eine kleine Ätzplatine, einen Maskenbogen und auch ein Pitotrohr aus Metall sowie eine umfangreiche Bau- und Lackierungsanleitung. Also haben wir hier eine sehr umfangreiche Ausstattung:
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Kommen wir nur zu den grauen Spritzlingen. Meng buchstabiert diese teilweise nach dem ABC, aber auch mit abweichenden Buchstabenkombinationen. Beginnen wir daher mit den Bauteilen, die den großen Teil von Rumpf und Tragflächen bilden und arbeiten uns dann weiter vor.
Die beiden größten Einzelteile bilden zusammen schon fast den kompletten Rumpf und den größten Teil der Tragfäche:
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Das ist auch bei anderen Bausätzen Mengs Konstruktionsphilosophie, wird so doch die Anzahl der Klebenähte deutlich reduziert. Teil TF bringt uns so den nahezu kompletten Oberrumpf:
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Hier fällt zunächst die Detailfülle rund um die Rahmen des Cockpits auf:
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Weiterhin haben wir dann mustergültige Oberflächen mit tiefen und kantenscharfen Gravurlinien, sauberen Nietdarstellungen und ebenso dargestellten Tanköffnungen, Schnellverschlüssen, vergitterten Öffnungen und den Rahmen der Leuchtstreifen:

Hier sehen wir noch mal auf die andere Seite des Rumpfs:

An der Unterseite dieses Bauteils finden sich ebenfalls als Teil der Konstruktionsphilosophie wirklich massive Klebe- und Platzierungshilfen in Form von großen runden Öffnungen, die auf der Gegenseite durch entsprechende Zapfen ergänzt werden. Nichts mit den bekannten kleinen Pins und Öffnungen. Meng liefert hiermit eine sehr gute Bastis für die Ausrichtung der Bauteile, die einen Beitrag für einen entspannten Zusammenbau leistet. Wir werden solche Hilfestellungen noch weiter sehen:

Gegenpart zum Oberrumpf ist Teil BF mit dem Unterrumpf an den die unteren Schalen für Tragflächen (bis auf die klappbaren äußeren Teile) gleich angespritzt sind, was eine saubere Passung und hohe Stabilität mit sich bringt:

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Am vorderen Bug finden wir wieder die tollen Positionshilfen und einen ersten Hinweis auf eine hier erst recht Spitzendetaillierung:
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Die Tragflächenunterseiten weisen auch tolle Darstellungen der Verkleidungen für die Betätigung der Slats/Vorflügel, des Inneren der Luftbremsengehäuse und des Faltmechanismus für die äußeren Tragflächen auf:

Ein Blick auf die inneren Bereiche unter dem Rumpf und den Tragflächen lässt einfach nur Begeisterung über die Qualität der Darstellung aufkommen. Feinste Realisierung wohin man auch sieht:

Weiter geht es mit Teilen unter dem Buchstabenkürzel DD, die den Rumpf vervollständigen:
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Dies sind die Verkleidungen der Lufteinläufe, bei denen insbesondere die Schlitze für die Ventilationsöffnungen zur Steuerung der Luftmenge an den dem Rumpf zugewandten Ober- und Unterseiten spitzenmäßig ausgeführt sind:

Schließlich gibt es noch ein Bauteil für die metallisch darzustellenden Bereiche am Rumpfheck direkt über und hinter den Triebwerkauslässen:
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Auch hier erreicht das Maß der Detaillierung eine absolute Spitzenstellung. Besser geht es wohl nicht. Noch ein Hinweis: Auf den Fotos wirken die gerundeten Verstärkungen recht prominent. Das liegt an einem Schattenwurf. Wenn man mit dem Finger über die Stellen fährt, sind sie recht gut angepasst. Ich sehe – und vor allem fühle – hier keinen Kritikpunkt:

Arbeiten wir uns nun mal durch die durchbuchstabierten Spritzäste und beginnen logischerweise mit dem Ast A, der uns die Komplettierung der Tragflächen liefert:
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Hier gibt es dann die Oberschalen der Tragflächen zur Montage auf dem großen oben schon gezeigte Unterrumpfteil BF. Auch hier sehen wir wieder eine hochqualitative Oberflächengestaltung:

Auch hier haben wir an den inneren Flächen wieder die kräftigen, eine genaue Passung fördernden Positionierungspins, Öffnungen für die großformatigen Laschen zur Verklebung der äußeren Tragflächen und die Klebe- und Positionierungshilfen für die Landeklappen:
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Die großen Teile für die äußeren Tragflächen sind einteilig gespritzt und weisen die schon bekannte hochwertige Detaillierung auch an den Tragflächenenden auf. Alle Vorflügel können aus- oder eingefahren dargestellt werden:

An diesem Ast befinden sich auch die Bauteile für die Vorflügel, die für den ausgefahrenen Zustand noch mit Kleinteilen aus dem Ast C ergänzt werden müssen:

Ast B bringt uns allerhand mittelgroße Teile für verschiedene Bereiche am Modell. Einige der Teile werden für eine Bewaffnung benötigt, die hier nicht vorgesehen ist:
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Für das Cockpit gibt es eine zunächst nur rudimentäre Wanne, die mit etlichen weiteren kleineren Teilen erst zur detailreichen Darstellung kommt. Die sichtbaren Auswerferstellen sind dann überklebt:
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Weiterhin gibt es die nötigen Schotte mit den originalen geringen Details:
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In feinster Weise dargestellt sind dagegen die für die Phantom so typischen Rampenplatten an den rumpfseitigen Lufteinläufen. Einfach einsame Klasse! Auf der Rückseite zwischen Platte und Rumpf kann man an der Vorderkante mit Metallröhrchen noch jeweils drei Abstandhalter ergänzen. Leider fehlen diese hier:
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Für das Radom ist nur eine geschlossene Darstellung vorgesehen:
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Die Luftbremsen können geöffnet oder geschlossen dargestellt werden und sind an den Innenseiten dazu wieder bestens detailliert:

Gleiches gilt auch für die Fahrwerkklappen. Auch hier verschwinden die sichtbaren Auswerferstellen hinter einer Verklebung mit den Fahrwerkbeinen:

Die Wände der Hauptfahrwerkschächte werden aus jeweils drei Teilen zusammengeklebt und dann zwischen den Tragflächenschalen angebracht:
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Die Decke des Bugfahrwerkschachtes weist ebenfalls allerhand an Detaillierung auf:
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Schlussendlich haben wir an diesem Ast auch noch die Fahrwerkbeine, die keine Verbesserung mehr brauchen. Sie sind komplett belastet dargestellt:

Ast C liegt doppelt bei und bedient die Baugruppen, die entsprechend doppelt vorhanden sind:
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Für die Triebwerke gibt es zunächst die Röhren für die Abgasauslässe. Von außen unauffällig gibt es die Details im Innenraum. Auch hier bleiben die Auswerfermarken hinter den Einbauten, so dass man sie beim besten Willen nicht sehen kann:

Die Auslassdüsen können nur in offener Position mit Hilfe eines Montagerings hergestellt werden. Außen gibt es wie beim Original nur wenige Details, innen ist dagegen doch einiges davon vorhanden, so dass ansehnliche Nachbildungen entstehen. Auch hier verschwindenden die Auswerfermarken mal wieder unter Klebeverbindungen:

Die inneren Einbauten für die Triebwerkauslässe sind feine Nachbildungen, die unter den gegebenen Bedingungen der möglichen Einsicht in diese Bereiche völlig ausreichen:

Die Hauptfahrwerkräder sind als Halbschalen konstruiert, die Bugräder sind Vollteile. Bei Beiden ist die Ausführung gelungen:

Kommen wir schließlich zu den Schleudersitzen, die jeweils aus fünf Teilen entstehen. Die sichtbar bleibenden Details sind auch hier als gelungen zu bezeichnen. Die Sitze haben kein Gurtzeug. Da Pilotenfiguren nicht vorhanden sind, fehlt es also an dem Einen oder Andren. Hier wird ggf. dann doch die Anschaffung von Gurten (oder Sitzen mit Gurtzeug) oder Pilotenfiguren aus der Grabbelkiste oder durch Erwerb eines Ergänzungssets nötig um die sonstige Qualität des Bausatzes hier zu halten:

Ast E ist der nächste in der Reihe. Die Teile an der rechten Seite (ein Störsender und Pylone an den äußeren Tragflächen, wenn die Tanks keine Verwendung finden) sind hier nicht zur Verwendung vorgesehen:
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Eingeplant sind der Tank für die Mittellinie in der späteren Form (wie bei der F-15) …

… und für die Außenpositionen unter den Tragflächen:

Für den Innenrumpf gibt es hier auch noch die schön tief ausgeführten Lufteinlässe für zur vorderen Verdichterstufe der Triebwerke. Das ist eine feine Sache und fehlte bei frühen Bausätzen anderer Hersteller eigentlich regelmäßig:
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Hier sind auch die Befestigungsplatten für die Lufteinläufe vorhanden:
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Ast F ist dann ein typischer Kleinteileast zur Ergänzung des Zusammenbaus an verschiedenen Stellen:
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Hier gibt es Extrateile für den Innenrahmen der Hauben, die zu einen guten Erscheinungsbild wesentlich beitragen:

Weiterhin die Ergänzungsteile für die Seitenkonsolen und Seitenwände, die an die modernisierte Ausstattung der Terminatorvariante angepasst sind und sich von den früheren Varianten wesentlich unterscheiden:

Für die Unterrumpföffnungen haben wir im Weiteren detaillierte Bauteile:

Weiterhin gibt es die Verstärkungen zur Montage an den inneren Waffenlastträgern unter den Tragflächen, eine Einstiegleiter, die bei geöffneten Hauben eigentlich obligatorisch ist, und einen fein detaillierten Heckauslass für das Tanksystem zu Entlüftung und als Notauslass:

Im Wesentlichen das Seitenleitwerk bringt uns Ast H. Das hier vorhandene hintere Instrumentenbrett ist das der alten Art und wird hier nicht benötigt. Auch die Raketenstartschienen für Sidewinder-Raketen sind nicht zur Verwendung vorgesehen; sie können gut für andere Zwecke verwendet werden, da sie gut dargestellt sind:
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Das Seitenleitwerk ist zweischalig aufgebaut und ebenfalls sehr gut detailliert:

Hier gibt es auch eine sehr gelungene Verkleidung für die Bordkanone, die noch mit weiteren Kleinstteilen vervollständigt wird:
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Am Ast J dominieren die Teile für die bei der Phantom so typischen hängenden Stabilisatoren am Heck:
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Auch hier haben wir eine phantastische Detaillierung. Die Stabilisatoren sind dabei natürlich als später Variante mit den festen Slats an den Vorderkanten ausgeführt:

An beiden Seiten sind die spät angebrachten Verstärkungen am rumpfseitigen Heck vorhanden:

Am Spritzast haben wir auch das einteilige Seitenruder, das eine eingeschlagene Positionierung ermöglicht wenn man die kräftige Montagelasche entfernt. Damit ist allerdings ein kleines Risiko für die Qualität der Klebeverbindung verbunden:

An diesem Spritzast gibt es auch die beiden Teile für den massiven Landehaken, der bei dieser langgestützten Variante für die Landung in Notfanganlagen benutzt wird. Auch hier sind Verstärkungen mit an detailliert:

Ebenfalls befinden sich hier noch die Bauteile für die Gehäuse der Störkörperwerfer an den inneren Waffenträgern unter den Tragflächen und für din bereits oben genannten offen darstellbaren Raum der Klimaanlage:

Kommen wir nun zu den kleineren grauen Ästen, die den Übergang von den allgemein verwendeten Ästen zu den speziellen Ausrüstungen für die Terminatorvariante darstellen.

Ast L ist hier noch der umfangreichste. An kleineren Teilen gibt es hier unter anderem eine große Blattantenne für den Rumpfrücken, ein glatte Abschlusskappe für den Hinterrumpf und einen weiteren Rahmen für die Cockpithaube:
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An größeren Teilen gibt es hier die vordere Abdeckung des Instrumentenbretts mit feiner Darstellung der Stoffabdeckung im Mittelteil:
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Weiterhin das neue vordere Instrumentenbrett in feiner dreidimensionaler Darstellung, die mit den beigefügten Decals und etwas Settingflüssigkeit schon eine hochwertige Ansicht liefert:
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Zusätzlich haben wir hier noch den Träger für den Störpod zur Befestigung in der Raketenbucht unter dem Rumpf. Hiermit ergibt sich eine gut handhabbare Möglichkeit zur Verklebung. Bei anderen Herstellern ist das oft eine herausfordernde Aufgabe mit winzigen Klebepunkten:

Ast P bringt dann noch zwei Paar Schlingerpratzen und wieder einen stabilen Träger für den Markierungspod:
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Schließlich liefert Ast Q noch das neue hintere Instrumentenbrett und einen Rückblickspiegel für die hintere Cockpithaube:
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Für die Beladung mit Bewaffnung (hier ist nur Luft-Boden-Bewaffnung vorgesehen) und die Unterstützungsgeräte gibt es jeweils einzelne graue Äste, die die Bezeichnung des jeweiligen Systems führen.
Größte Waffensysteme sind hier die AGM-142 Lenkwaffen großer Reichweite, die im israelischen Original die Bezeichnung „Popeye“ führen. Hier sind zwei Äste für zwei Raketen vorhanden:
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Die Konstruktion ergibt hier sehr stabile und gut detaillierte Abbildungen, bei denen sich die Anstellwinkel der Leit- und Lenkflächen von allein ergeben. Die zusätzlich noch mit Decals ergänzten fertigen Exemplare können so wie es aussieht mit Nachrüstsätzen gut mithalten:

Die SOM-Lenkflugkörper fallen deutlich kleiner aus und sind auf dem gleichen Niveau detailliert. Sie sind eine türkische Eigenentwicklung und fallen mit einer angegebenen Reichweite von 250 Km schon in die Kategorie der Marschflugkörper. Auch hier gibt es zwei Äste für zwei Flugkörper:
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Aus wenigen Einzelteilen entstehet hier eine ansonsten nicht zu sehende Bewaffnung:

Der EL/L-8222 ist ein israelischer Störbehälter, der zu den Spitzenprodukten für diese Aufgabe gezählt werden kann. Beinahe überflüssig zu erwähnen ist die saubere Detaillierung:
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Der AN/ASW-55 ist ein spezieller Datenübertragungspod für die AGM-142. Er gehört zwingend dazu und entsteht hier im Modell aus nur drei Bauteilen in feiner Form:
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Schauen wir noch mal näher drauf:

AN/ASQ-153 hingegen ist ein im Grundsatz schon sehr alter Zielmarkierungspod, der schon im Vietnamkrieg unter der Bezeichnung „Pave Spike“ zum Einsatz kam und bei der Verwendung im Zweiten Golfkrieg durch die RAF schon zum „Alten Eisen“ gehörte. Er war wohl schon Bestandteil der ersten Lieferungen von Phantoms an die Türkei. Irgendwie passt er nicht so recht zu der sonstigen Bewaffnung, da keine lasergelenkten Bomben vorgesehen sind:
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In jedem Falle stellt er eine äußerst saubere Nachbildung dar und stellt eine Bereicherung für andere Verwendungen dar. Daher schauen wir auch hier gerne noch mal genauer drauf:

Im Bausatz gibt es drei Klarsichtäste. Der große Ast K ist ein Standardast für alle Varianten und enthält die Teile für die Cockpitverglasung. Dies ist nur mehrteilig ausgeführt, eine zusätzliche einteilige Variante gibt es leider nicht:
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Die vier Teile für die die Verglasung sind ebenfalls äußerst detailreich ausgeführt. Fertigungsbedingt ist eine sehr dünne Mittelnaht vorhanden, die entfernt werden sollte. Auf den Fotos sieht man in den Draufsichten mitunter die gebogene Unterkante des Haubenrahmens nach oben durchscheinen. Das sieht dann wie eine Unsauberkeit oder Beschädigung aus, ist aber im Gegenteil die Folge von einer besonders originalgetreuen Ausführung:

An diesem Ast gibt es auch noch einige sehr kleine Klarsichtteile für Leuchten und Lampen sowie die HUD-Scheiben:
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Bei den kleineren Klarsichtästen liefert der Ast R sehr kleine Terminatorspezifische Klarsichtteile:
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Ast U liefert dann die Klarsichtteile für die spezifische Bewaffnung:
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Bei den großen Teilen wird die Durchsichtprobe sehr gut bestanden:

Der DIN-A4-große Decalbogen ist lauf Aufdruck in China gedruckt und macht einen sehr guten Eindruck was die Farbstellungen und die Schärfe angeht. Vorbildbedingt können nur Flugzeuge der türkischen Luftwaffe markiert werden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten mit bunten Leitwerken zu Jubiläen, – einmal mit zusätzlich bunt markierten äußeren Zusatztanks, bei denen allerdings blaue Flächen zu lackieren sind – und die Möglichkeit zur Herstellung einer normalen Staffelmaschine mit einem geflügelten Panther auf dem Seitenleitwerk. Für alle drei Möglichkeiten gibt es dann noch jeweils einmal Decals für die Instrumentenbretter, eine Haifischmaul für die Bugspitze, die Begehflächen, allerhand Streifen und Wartungshinweise. Letztere sind von neuer Art, indem dort nur noch eine Nummer steht, über die das Wartungspersonal dann die Arbeitsbeschreibung auf einem Tablett oder Laptop findet (an anderen Flugzeugen gibt es auch QR-Codes).
Weiterhin gibt es noch eine umfangreiche Ausstattung mit Decals für die Waffenpylone und die Außenlasten.
Damit haben wir eine sehr umfassende Ausstattung:
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Gesondert verpackt gibt es die Metallteile. Hier haben wir eine kleine Ätzplatine mit Abdeckungen für den Drehmechanismus der Höhenruder, der tatsächlich funktionsfähig hergestellt werden kann. In der Verpackung versteckt sich zusätzlich noch ein sehr sehenswertes gedrehtes Metallpitotrohr für die Bugspitze. Im Foto hier ganz links:
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Schließlich haben wir noch den Maskenbogen, der schon um die überflüssige Folie befreit ist. Das macht auch das Fotografieren der scharf ausgestanzten einzelnen Masken leichte:
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Die Anleitung ist auf eine große Anzahl von Blättern verteilt. Das Deckblatt der gehefteten Zusammenbauanleitung bringt leider keine zusätzlichen Informationen zum Vorbild:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-147 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020In den seitenlangen Einführungen gibt es einen Teil mit der historisch-technischen Erläuterungen zum Vorbild. Hier zeigen wir nur den englischsprachigen Teil:

Der Zusammenbau beginnt wie zu erwarten mit der Cockpitwanne wobei für die Instrumente und Bedienpaneele eine ganze Reihe von Decals vorgesehen sind. Das sollte schon eine sehr gute Ansicht ergeben:

Der Einbau der Cockpitwanne folgt, bevor man einen offenen Raum für die Cockpitklimaanlage im unteren linken Rumpfbereich einbauen kann. Das Heck mit den Stabilisatoren schließt sich an:
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Dann geht es an die Fahrwerkschächte, die ihren Platz in der Unterrumpfschale finden müssen. Ebenso wie die Innenräume der Triebwerkbelüftungen unter dem Mittelrumpf, die von anderen Herstellern maximal mit den außenstehenden Klappen dargestellt werden:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-153 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020Es folgen die Einbauten für die Lufteinlaufschächte bis zur ersten Verdichterstufe der Triebwerke und die tiefen Verbrennungsluftauslässe mit der Nachbrennersektion. Schließlich werden noch die oberen Tragflächenschalen aufgeklebt, womit die beiden großen Rumpfbaugruppen montagefertig sind:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-154 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020Weiter geht es dann mit der „Hochzeit“ dieser beiden großen Baugruppen und dem Zusammen- und Anbau der Lufteinläufe:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-155 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020Weitere Anbauten folgen, wie die Landeklappen in gewünschter Stellung und Triebwerke, Landehaken und Seitenleitwerk sowie die Slats an den Tragflächenvordereiten:

An den Rumpfunterseiten geht es dann weiter mit den Belüftungsklappen für die Triebwerkräume, den Fahrwerkklappen und den Hauptfahrwerken:

Unterm Rumpfbug folgen ebenso das Fahrwerk mit den Fahrwerkklappen und die mehrteilige Kanonenverkleidung:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-162 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020Dann geht es an die unterhängende Ausstattung mit Tanks, Bewaffnung und Pods:

Zum Ende hin geht es an die Schleudersitze und die Cockpitabdeckung, die alternative Einstiegleiter und die Anbringung des Pitotrohres an der Bugspitze entweder in Spritzguss oder aus gedrehtem Metall:

Hier beginnt dann die Darstellung des Bausatzinhalts, die bei anderen Herstellern meist am Anfang steht:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-169 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020Die Farbhinweise gibt es für die Programme von AK und GSI Acrysion. Wer andere Farben bevorzugt kann damit die entsprechenden Farben gut auffinden:
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Für den Maskensatz gibt es eine gut nachvollziehbare Anleitung für die Verwendung:
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Zum Schluss geht es um die Lackierungs- Decalanbringungshinweise, die sich als Vier-Seiten-Ansichten über mehrere Seiten erstrecken. Zunächst gibt es die Hinweise zur Grundlackierung zusammen mit der Positionierung der Decals, die für alle Möglichkeiten gleich sind (für das Haifischmaul, die Nationalkennzeichen und die Wartungshinweise):

Es folgen die spezifischen Kennzeichen für die beiden Jubiläumsmarkierungen:
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Danach geht es um die Staffelmaschine ohne bunte Markierungen. Hier wird auch das Schlussfinish für die inneren Lastenträger erläutert:
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Weiter geht es mit den entsprechenden Hinweisen für die Zusatztanks und die weiteren Unterhängelasten:
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Spezielle Hinweise gibt es auch auf einer Seite mit Vier-Seiten-Ansichten der AGM-142. Mit blauen Streifen handelt es sich um einen Übungsflugkörper. „Scharfe“ Waffen haben gelbe Streifen:
Meng-LS-020-F-4E-2020-Terminator-Phantom-177 F-4E 2020 Phantom Terminator in 1:48 von Meng # LS-020Fazit
Im Wettbewerb der neueren Phantombausätze kann Meng mit diesem Bausatz – und auch der ganzen bisherigen Serie – auf höchstem Niveau ganz vorne mühelos mithalten. Auslegung, Detaillierung, Vorbildauswahl und Ausstattung des Bausatzes sind absolute Spitzenleistungen. Zu loben ist weiterhin und ausdrücklich die sehr anwenderfreundliche Ausführung, die einen entspannten Zusammenbau verspricht und schon beim Betrachten Lust auf den Bau macht.
Für die modernste und wohl auch abschließend letzte technische Variante der Phantom ist es darüber hinaus der einzige sauber angepasste Bausatz.
Mit einem Preis ab etwas unter 60 € im gutsortierten Handel ist Meng dabei unter Preis-Leistungs-Gesichtspunkten auch und gerade mit dieser Ausstattungsfülle führend
Somit haben wir hier einen Bausatz, der in jeder Hinsicht außergewöhnlich empfehlenswert ist. Bei dieser Ausgangslage sollte Meng demnächst auch mal eine deutsche F-4F herausbringen. Die bestmögliche Ausgangsbasis haben wir hier ja schon!

Erhältlich bei Modellbau Universe.

Hermann Geers, Wietmarschen