Heller erweitert seine recht große 1:43er Fahrzeugpalette um eine weitere Wiederauflage – den Kenworth Truck mit recht imposanten Ausmaßen …
Kurzes Kenworth K-123 Cabover Intro
Der Kenworth K-123 Cabover ist ein klassischer amerikanischer Lkw, der in den späten 1960er- und 1970er-Jahren produziert wurde. Er gehörte zur legendären K-Serie von Kenworth, die für ihre robuste Bauweise und den platzsparenden Cabover-Aufbau bekannt war. Das Cabover-Design (Fahrerhaus über dem Motor) ermöglichte eine kürzere Gesamtlänge – ideal für strenge Längenbeschränkungen in den USA jener Zeit. Unter der Haube war häufig ein Cummins NTC-350 Dieselmotor mit rund 350 PS verbaut, alternativ auch Detroit Diesel- oder Caterpillar-Aggregate. Das Getriebe war meist ein Fuller Roadranger 13- oder 15-Gang-Schaltgetriebe, das präzise manuelles Schalten erlaubte. Das Fahrgestell bestand aus einem robusten Stahlrahmen, ausgelegt für hohe Nutzlasten und Langlebigkeit. Die Kabine war kippbar, was den Zugang zum Motor und zu den Wartungspunkten erleichterte. Innen bot der K-123 eine funktionale, aber ergonomische Fahrerkabine mit klassischer Instrumentierung und optionaler Schlafkabine. Seine Federung bestand oft aus einer Kombination von Blattfedern und Luftfederung, was den Fahrkomfort deutlich erhöhte. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 36 Tonnen war er für schwere Fern-transporte geeignet. Das markante kantige Design mit dem verchromten Kühlergrill machte ihn zu einer Ikone der 70er-Truckszene. Viele Fahrer schätzten seine Zuverlässigkeit, einfache Wartung und gute Übersichtlichkeit trotz kompakter Bauweise. Heute gilt der Kenworth K-123 als gesuchter Oldtimer unter Truck-Enthusiasten und Sammlern weltweit. Er steht für die goldene Ära des amerikanischen Truckings, als Technik und Charakter Hand in Hand gingen. Der K-123 bleibt ein Symbol für Kraft, Ausdauer und klassischen US-Truck-Charme.
Box-Art/Verpackung
Die versiegelte Aufklappbox ist prall gefüllt mit insgesamt acht weißen Spritzlingen, einer weißen Karosserie und einem klaren Spritzling:

Darüber hinaus enthält sie 27 schwarze Radhälften, Decals, eine DIN-A4-Bauanleitung, ein Türschild sowie einen DIN-A5-Katalog. Die Box-Art ist über jeden Zweifel erhaben:

Sie zeigt den ikonischen Truck mit einem Obstanhänger in der Prärie. Noch mehr Amerika geht ja schon fast nicht mehr. Sehr, sehr cool!
Auf der Rückseite finden sich einige Angaben zum Inhalt sowie auf der Seitenlasche eine Abbildung der Dekorationsvariante:
Die Spritzlinge
Die Qualität der Spritzlinge ist in Ordnung. Allerdings merkt man, dass die Formen aus den 70er Jahren stammen. Es sind ordentliche Auswerfermarken zu sehen, die sich glücklicherweise meist auf Seiten befinden, die später nicht mehr am Fahrzeug erkennbar sind. Leider sind auf der Bodenplatte des Trailers sehr prominente Auswerfermarken zu sehen. Wer den Trailer mit geöffneter Hintertür darstellen möchte, wird um das Versäubern nicht herumkommen. Sehr schade!









Hin und wieder sind auch Sinklöcher zu finden. Ich hoffe jedoch, dass diese später nicht mehr zu sehen sein werden. Grate gibt es natürlich auch, aber die sollten einfach zu versäubern sein. Es wird also eine Menge zu tun geben, um dem Fahrzeug zu Glanz zu verhelfen. Allgemein sind die Teile etwas grobschlächtig, aber grundsätzlich verwendbar. Am Fahrerhaus und auf dem Schmutzfänger findet man den Kenworth-Schriftzug, der sehr schön gelungen ist:
Dafür kann man als Modellbauer dankbar sein. Die Reifen sind als schwarze Halbschalen gegossen und haben ein schönes Profil. Leider muss man auch diese wohl stark nacharbeiten;


Klarsichtteil
Wie der Name schon sagt, ist das Klarsichtteil klar und von sehr guter Qualität:

Decals
Die Decals stammen aus eigener Herstellung. Sie sind versatzfrei, farblich sehr gut gedruckt und haben nur wenig Trägerfilm:

Zubehör
5 Metallachsen unterschiedlicher Länge:

Bauanleitung
Die 15-seitige Bauanleitung im DIN-A4-Format ist farbig gestaltet und umfasst neben den Bauschritten auch einen Schritt zur Bemalung sowie zum Setzen der Decals. Die Bauschritte sind gut detailliert und sehr einfach gehalten. Sie sollten Anfänger wie Fortgeschrittene nicht überfordern:

Bereits während des Baus gibt es Bemalungshinweise für einzelne Teile. Die Farbangaben beziehen sich auf die Farbpalette des Herstellers. Auf der vorletzten Seite geht es um die Farbgebung und das Anbringen der Decals:

Am Ende gibt es noch eine Übersicht der Spritzlinge:
Fazit
Es handelt sich um eine weitere Wiederauflage eines 1:43-Lkws von Heller. Ich habe ihn zum ersten Mal in den Fingern und bin eigentlich recht frohen Mutes, hier ein sehr schönes Modell zu verwirklichen. Die Formen wurden offenbar etwas aufgehübscht, aber den Teilen sieht man das Alter aus dem Jahr 1973 an. Für den Gelegenheitsmodellbauer oder Anfänger ist das aber ein sehr schöner Bausatz. Wer kennt ihn nicht, den ikonischen Kenworth aus Filmen wie „Convoy” oder aus der Bud-Spencer-Reihe! Das Original ist ein gesuchter Oldtimer. Wenn man nicht das nötige Kleingeld hat, um sich ein Original zu leisten, hat man am Ende ein sehr schönes Modell in der Vitrine. Und man hat auch weniger Platzprobleme! 😉
Rating: 7 von 10
Erhältlich bei Modellbau Universe
Sascha Müller, Modellbaufreunde Lingen























































