Kit-Archäologie: BAC Strikemaster in 1:72 von Airfix # 02044-6

Als im Jahre 1973 ein Bausatz der BAC Strikemaster als NEW TOOL von Airfix in den Händlerregalen erschien, waren viele Modellbauer begeistert:
Ein damals zeitgemäßer Kit und noch dazu mit einer exotischen Bemalungsoption – was wollte man mehr?
Wenig später wurde sie dann auch als „BAC Jet Provost“ wiederaufgelegt und ist auch heute noch auf Modellbaubörsen zu finden.

Was sich in der kleinen ungemein praktischen Stülpschachtel findet, ist Nostalgie pur:Airfix-02044-6-BAC-Strikemaster-14 Kit-Archäologie: BAC Strikemaster in 1:72 von Airfix # 02044-6
Das fängt mit den vielen kleinen Begleitzetteln an:

Und natürlich gab es einen Schein, um defekte Teile zu reklamieren:
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Neben dem eigentlichen Kit ein weiterer Nostalgiefaktor – der Displayständer:
Airfix-02044-6-BAC-Strikemaster-9 Kit-Archäologie: BAC Strikemaster in 1:72 von Airfix # 02044-6Und wo wir schon mal bei den transparenten Teilen sind – die Kanzel darf sich wirklich „Klarsichtteil“ nennen:
Airfix-02044-6-BAC-Strikemaster-8 Kit-Archäologie: BAC Strikemaster in 1:72 von Airfix # 02044-6Der minimale „Lupeneffekt“ ist gut zu verschmerzen!

Doch kommen wir endlich zu den Gussrahmen … und beginnen mit den beiden Rumpfhälften:

Airfix-02044-6-BAC-Strikemaster-13 Kit-Archäologie: BAC Strikemaster in 1:72 von Airfix # 02044-6Beide verfügen im Bug über einige Postionionierungshilfen:
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Die dreiteilige Tragfläche:
Airfix-02044-6-BAC-Strikemaster-10 Kit-Archäologie: BAC Strikemaster in 1:72 von Airfix # 02044-6Wie man unschwer erkennen kann, verfügt der gesamte Kit über erhabene Paneellinien – Mitte der 1970er Jahre durchaus „state-of-the-art“ und auch heute noch als Nostalgiefaktor akzeptabel…

Die beiden Gusstahmen mit dem Rest unserer Strikemaster:

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Auch die Höhenruder verfügen über rustikale Details und Paneellinien:
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Die zweiteiligen seitlichen Lufteinläufe …

… lassen sich fast nahtlos miteinander verkleben:
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Die Bug- und Hauptfahrwerkteile bedürfen leider einiger Nacharbeit – wenn man sie nicht einfach durch Eigenbauten ersetzt:

Aber vergessen wir nicht: Wir befinden uns im Modellbau-Mittelalter: 1973 war so etwas akzeptabel!

Im Inneren herrscht ebenfalls rustikale „Detaillierung“ vor:

Die beiden Piloten sind wiederum ganz ok:
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Und das Instrumentenbrett kann man mit entsprechender Bemalung gerade noch durchgehen lassen:
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Die Tanks für die Tragflächenenden und die Abwurftanks unter der Tragfläche …

… sind ebenso wie die Abwurflasten modellbauerische Hausmannskost:

Ein letzter Nostalgieflash – die klassische Airfix-Bauanleitung:
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Der kleine Decalbogen (leider schon arg vergilbt) …
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… ermöglicht eine RAF-Maschine sowie eine Strikemaster des Sultanats von Oman:
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Fazit
Je nun: Es ist halt ein über 50 Jahre alter Bausatz mit allen damit verbundenen Einschränkungen. Aber für ein nostalgisches Bastelwochenende kommt so etwas gerade richtig!
Einfach mal „fünfe gerade sein lassen“, keine monatelange Recherche betreiben und Unmengen von Resin- und Ätzteilen verbauen – sondern sich hinsetzen, Kleber und Bastelmesser rausholen und loslegen und in die eigenen Modellbauvergangenheit eintauchen!
In diesem Sinne: Viel Spaß!

Hartmut Koßmann (Photos) / Dr. Michael Brodhaecker Text)