Wir tauchen ab in eine Zeit, als das Bonanzarad hier bei uns noch nicht in Mode war und die Mondlandung noch in weiter Ferne lag … ein Gang in die Keller der Nostalgie, wo ungehobene Schätze darauf warten, an´s Licht unserer kleinen Plastikwelt geholt zu werden…Konkret tauchen wir ein in die Kindheit vieler Leser und die Standards des Modellbaus des Jahres 1966 – als die F-7F Tigercat in 1:72 von Monogram aus den Formen genommen und das Licht der Verkaufsregale erblickte.
Öffnet man den wunderschönen Karton …
… kommen wenige Teile zum Vorschein:
Die beiden Rumpfhälften mit dem bereits angegossenen Treibstofftank:
Wie man sehen kann, herrschen hier erhabene Strukturen vor – für 1967 „state-of-the-art“:
Im Inneren herrscht gähnende Leere – an der Kopfstütze das Loch zur Aufnahme des Piloten (siehe weiter unten):
Die beiden je zweiteiligen Tragflächen in aller Pracht:
In einer Tragflächeninnenseite der Copyright-Vermerk:
Die Zero-Length-Launchers für die Luft/Boden-Raketen sind arg einfach gemacht:
Dafür finde ich die Ruderstrukturen recht ansprechend …
… was auch für die Höhenruder gilt:
Die zweiteiligen Fahrwerkgondeln mit bereits angegossenen Klappen:
Das robuste und arg vereinfachte Fahrwerk:

Die Motorgondeln sind einteilig, die Propeller ebenso:
Die restlichen sich noch an den Gussästen befindenden Teile:

Der Pilot sieht ganz ordentlich aus und ist das einzige „Interieur“ unserer Tigercat:
Am Kopf der Pin zur Aufnahme des Piloten im Cockpit – nicht abecshneiden!
Die Klarsichtteile …
… sind überraschend transparent, wenn auch, zeitbedingt, etwas dick geraten:
Die beidseitig bedruckte Anleitung mit einigen historischen Infos und Tips zur Bemalung des fertigen Modells: „A realistic and attractive model can be completed without painting …“ – das waren noch Zeiten!

Die Montageanleitung – zeitgemäß ein Mix aus Explosionszeichnung und detaillierter Zusammenbauanleitung in Textform – damals waren die Kids noch dazu in der Lage, auch längere Texte zu lesen!

Auf den Kartonseiten finden sich noch weitere Basisinformationen zum Vorbild und zum Bausatz:
Der Decalbogen schaut auf den ersten Blick arg vergilbt aus …
… hat mich dann aber beim Aufbringen auf das Modell sehr überrascht: Keinerlei Gilb mehr zu sehen und überraschenderweise auch kaum „Silbern“. Und das bei einem 60 Jahre alten Bogen!
Auf der Rückseite finden sich dann Tips zur Anwendung:

Fazit
Zweifelsohne nicht die beste und akkurateste US NAVY Tigercat in 1:72 aber ohne Frage ein absoluter Kandidat für einen Nostalgiebau durch ältere Herrren wie mich!
Man darf an solche alten Schätzchen nicht die Maßstäbe des 21. Jahrhunderts anlegen – aber wenn man bereit ist, auch mal „Fünfe gerade sein zu lassen“ versprechen solche alten Kits Bastelspaß pur mit einer gewaltigen Portion nostalgischer Kindheitserinnerungen – auf geht´s an den Basteltisch und ran an „The biggest cat in the Navy“!
Dr. Michael Brodhaecker











