German Fuel Drop Tanks and Bombs von MiniArt in 1:48 #49021

Bei diesem Set geht es also nach der Bezeichnung um Kraftstoffzusatztanks und Bomben der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.
Die stabile Verpackung wird auf der Rückseite gleich für die Hinweise zur Lackierung und die Decalanbringung verwendet:
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Hier gibt es auch die Farbempfehlungen für verschiedene Farbserien, aus denen man die Farben für weitere Serien leicht ableiten kann:
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Im Karton gibt es dann eine kleine Anleitung für die Zusammenbauten und eine kleine Tüte, in der die Spritzäste stramm passend untergebracht sind. Für den kleinen Decalbogen ist allerdings noch ausreichen Platz geblieben:
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Es handelt sich um sechs graue Spritzäste, von denen einer doppelt vorhanden ist:
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Der Spritzast Be bringt uns dann gleich etwas, was weder Zusatztank noch Bombe ist, sondern es sind zwei Startanlagen mit R4M-Raketen:
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Hier ist es die Ausführung mit den quadratischen Startrosten, die an verschiedenen Trägerflugzeugen Verwendung gefunden hat; auch an der Me 262, bei der auch teilweise an die Tragflächenvorderkante angepasste Roste verwendet wurden. Die getrennte Ausführung erleichtert die Lackierung immens. Hier zunächst das Rost:
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Und hier nun die Raketen. Es sind zwei mal jeweils 13 nebeneinander. Die Ausführung ist gut gelungen und gibt einen guten Eindruck von dieser Bewaffnung:
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Der Spritzast Cd liefert dann die großen Teile für zwei Kraftstoffzusatztanks:
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Zum einen gibt es einen 300-Liter-Tank in der bekannten Tropfenform, wie er in verschiedenen Formen – aber immer sehr ähnlich – aus Aluminium hergestellt wurde. Hier gibt es sehr umfangreiche Details auf der Oberschale und zwei Öffnungen, an denen mit selbst zugesteuerten Drähten die Spritleitungen dargestellt werden können. Dieser Tank ist damit deutlich besser detailliert, als die Exemplare in der Masse der Bausätze, soweit überhaupt vorhanden:

Der zweite Tank ist zylindrisch und etwas kleiner. Ich habe hierzu im Buch von Vogt über die Bf 109 den Hinweis gefunden, dass dieser Tank häufig bei der Bf-109 G12 (dem Doppelsitzer) Verwendung fand und aus Stahlblech gefertigt wurde:
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Auch hier ist die Detaillierung auf bestem Stand:

Spritzast Hc (das ist der doppelte) widmet sich dann jeweils zwei 50-Kg-Bomben:
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Hier haben wir dann je zwei dieser Bomben mit Trägern, Befestigungsschlössern und Schlingerpratzen. Mit ein paar Bohrlöchern kann damit diese Beladung an jedem Trägerflugzeug einfach anbringen, auch wenn dies vom Hersteller nicht vorgesehen wurde. Bei genauer Betrachtung zeigen sich etliche feine Details an den Leitwerken, den Schlössern und insbesondere den Pratzen:

Spritzast Hd liefert dann fast alle Teile für den Zusammenbau von je einem Abwurfbehälter (für kleine Splitterbomben) AB250 bzw. AB500. Die Bezeichnung orientiert sich am Gewicht in Kilogramm. Einer davon unter einer Bf 109 oder Fw 190 war eine typische Beladung. Das reicht also für zwei Flugzeuge:
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Die Abwurfbehälter sind wieder schön detailliert:

Die Konstruktion der Leitwerke ist hier etwas ungewöhnlich, ergibt aber eine sehr stabile Ausführung:

Dies gilt auch für die Streben an den Leitwerken, die jeweils für eine Hälfte des Leitwerks vorgesehen sind. Sie ergeben dann filigrane, aber auch stabile Ausführungen:

Schließlich folgt noch der Spritzast He für je eine 250 und 500 Kg Bombe. Also auch hier eine Beladung für jeweils einen Jagdbomber oder ein Schlachtflugzeug in der zentralen Unterrumpfhalterung:
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Die vorderen Teile haben gute Darstellungen für die Zünder auf den Oberschalen. Besonders gut detailliert sind hier die hinteren Teile mit den Leitwerken. So entstehen hochwertige Nachbildungen:

An diesem Spritzast gibt es noch eine Unterschale für einen AB-Behälter aus dem vorigen Ast. Dafür sind dort auch die Leitwerkstreben für die Bomben aus dem letzten vorgestellten Ast vorhanden:
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Der Decalbogen enthält reichlich Material für die vorhandenen Markierungen und Aufschriften. Da kommen andere Hersteller häufig nicht mit. Der Bogen ist von Cartograf gedruckt; dies steht für Top-Qualität, die sich durch nähere Ansicht sofort bestätigt. Auch die kleinen Aufschriften sind prima lesbar:
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Die gedruckte Anleitung schweigt sich leider über die genauen Bezeichnungen der einzelnen Gegenstände komplett aus. Hier sollte MiniArt sich noch verbessern, auch wenn das eine oder andere von den Decals abgelesen werden kann. Nicht Jeder erkennt auf den ersten Blick, um welche Dinge es sich genau handelt.
Ansonsten ist die Anleitung sauber ausgeführt, leicht nachvollziehbar und fein gegliedert:

Fazit
Ein umfangreiches Set, das den Grad der Detaillierung für diese Bewaffnung – so weit in Bausätzen überhaupt vorhanden – überwiegend übertrifft. Mit dem umfangreichen Decalbogen lassen sich ohne große Nacharbeiten sehr ansehnliche Nachbildungen erstellen.
Wer diesbezüglich modellbauerischen Bedarf hat, ist mit diesem Set bestens ausgestattet. Es reicht auf jeden Fall für mehrere Bauprojekte.

Erhältlich bei Modellbau König.

Hermann Geers, Wietmarschen