Als durchsickerte, dass Heller einen neuen Peugeot 205 in 1:24 herausbringen würde, waren viele Automodellbauer gespannt – und ob sich das Warten gelohnt hat, könnt ihr im folgenden Bericht sehen …
Der Peugeot 205 kam Anfang 1983 auf den Markt und wurde bis Ende 1998 produziert. Er bekam einige Facelifts in seiner Produktionszeit. Im Frühling 1984 kam der 205 GTI mit Benzineinspritzung. Diese erste Version war mit einem 1,6-Liter-Motor, der 105 PS leistete. 1986 bekam er (alternativ?) einen 1,9-Liter-Motor, der 128 PS abgab. Nun konnte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 200 km/h erreicht werden. Diese Version mit den großen Felgen stellt auch das Modell der Fa. Heller da. Denn z.B. ab 1990 bekam er neue Rückleuchten, weiße Frontblinker und rundliche Gehäuse der Außenspiegel, die unser Modell noch nicht hat.
Beim Bausatz des Peugeot 205 GTI im klassischen Automaßstab handelt es sich um eine komplette Formenneuheit. Französische Modelle aus den 80’iger und 90’iger Jahren sind eher rar, von der Ente und dem R4 mal abgesehen. Mich fasziniert diese Zeit, da ich damals meinen Führerschein gemacht habe und mich für die verschiedenen Automodelle interessiert habe.
Schauen wir jetzt mal in den Karton…..

Wie bei Heller nun üblich, es ist ein praktischer Klappkarton. Die Bauteile liegen nicht in Folienbeutel, sondern umweltfreundlich in schwarzem Seidenpapier. Nur die Klarsichtteile sind zusätzlich in einem Folienbeutel gesichert. Es erwarten uns 4 weiße Spritzlinge, 1 klarer Spritzling, die Karosse und 4 normale Gummireifen, ein schmales Notrad und 5 Polyhülsen für die Felgen:




Was mir als erstes auffällt, ist, dass die Radkastenverbreiterungen und die seitlichen Stoßleisten als extra Bauteil geformt sind. So vermindert man langwierige Abklebearbeiten, um die Leisten zu lackieren:

Bei diesem Bausatz sind beide Türen einzeln gefertigt. Sie können entweder geöffnet oder geschlossen dargestellt werden. Ein Scharnier liegt natürlich nicht dabei. Das hätte den Rahmen gesprengt. Allein die Idee, die Türen einzeln zu fertigen und auch den Türinnenrahmen der Karosserie auszuarbeiten ist den Damen und Herren von Heller super gelungen:
Für die Motorhaube liegen nachgebildete (feste) Scharniere und der Haltestab bei. Somit kann auch die Motorhaube geöffnet, oder geschlossen dargestellt werden. Für die geöffnete Version sieht man nun die Scharniere des Originals und den Haltestab, der bei Peugeot gefaltet wird:

Auch die Innendetails sind sehr gut ausgeformt. Ist ja auch nötig, wenn ich die Türen geöffnet darstellen möchte. So sind die Sonnenblenden in zwei Versionen baubar, unterm Dach oder vorgeklappt.
Die Innenseite der Rückleuchten sind ausgeformt. So kann ein plastischer Eindruck erweckt werden. Das Modell kann sowohl als Linkslenker, aber auch als Rechtslenker gebaut werden.
Die Reifen sind aus Weichgummi, das Profil ist ausgeformt. Eine Flankenbeschriftung fehlt hier leider. Das ist wohl so und kann verschmerzt werden:

Als Lackierung wird weiß oder rot vorgeschlagen. In diesen Farbtönen wurde die ersten 205 GTI’s seinerzeit auch ausgeliefert. Es gab aber auch sicherlich noch weitere Farbtöne. Interessant ist hierbei, dass bei jeder Farbwahl der Teppichboden im Innenraum immer rot war. Vielleicht wollte Peugeot sich so von der etwas biederen Konkurrenz abheben?
Der Decal-Bogen ist sauber gedruckt. Es liegen Decals für die Sitze und ein Decal für die Heckscheibenheizung:

Die Bauanleitung ist übersichtlich. Wie sich der Bau später herausstellt, bleibt abzuwarten. Die Voraussetzung ist super:
Fazit
Heller hat hier alles richtig gemacht. Ein Bausatz für uns Modellbauer. Viele neue Innovationen, die nicht nur halbherzig umgesetzt worden sind. Als da wären: Die zu öffnenden Türen, die Haubenscharniere, die einzeln ausgeführten Seitenleisten oder Sonnenblenden als Einzelteile in zwei Versionen.
Ich hoffe, dass Heller diese Serie mit vielen neuen Details bei weiteren Modellen fortsetzt.
Erhältlich beim Sockelshop.
Jürgen Dultmeyer, dultis-modellbau






































