Auch in diesem Jahr fand endlich wieder die Spielwarenmesse in Nürnberg statt – nach den coronabedingten Ausfällen (die letzte Messe konnte kurzu vor Ausbruch der Corona-Epidemie 2020 abgehaltren werden) waren alle gespannt darauf, wie sich die diesjährige Messe schalgen würde …
Um es gleich vorwegzunehmen:
Die gesamte Messe hat, im (natürlich äußerst subjektiven) Vergleich zu den Vorjahren ihr qualitatives und quantitatives Niveau gehalten.
Bevor wir zu „unserem“ Thema, dem Plastikmodellbau, kommen, kurz einige Zahlen und Fakten zur 73. Spielwarenmesse in Nürnberg …
Vom 30. Januar bis zum 03. Februar diesen Jahres wurden 57.000 Besucher auf der Spielwarenmesse gezählt – darunter auch die ca. 3000 „nicht-kommerziellen“ Gäste, die den „Open Day Modelleisenbahn und Modellbau“ nutzten, um sich als nicht-Fachbesucher einen Überblick über die Neuheiten des Jahres zu verschaffen.
Inwiefern die Anzahl der ausstellenden Unternehmen im Vergleich zum Jahr 2020 gleich geblieben sind, lässt sich wohl abschließend noch nicht feststellen – zum Bereich Modellbau und Modelleisenbahn hierzu gleich mehr.
Die üblichen fachlichen Inhalte wie etwa der jährliche „Toy Award“, eine der wohl begehrtesten Auszeichnungen in der Spielwarenbranche, stießen auf alle Fälle wieder auf viel Interesse – hier ist „Nürnberg“ wirklich zu einer einflussreichen Veranstaltung geworden!
Doch nun zu unserem Kernfeld, dem Plastikmodellbau
In der Halle 7A waren in diesem Jahr sowohl die Modelleisenbahn als auch der „klassische“ Plastikmodellbau zusammengefasst – alleine schon die Tatsache, dass BEIDE Produktgruppen mittlerweile, im Gegensatz zu der Zeit vor 2020, in eine Halle passten, spricht Bände:
Viele namhafte Hersteller waren entweder gar nicht mehr vertreten oder hatten ihre Messestände massiv verkleinert!
Dieser Umstand war, wie uns viele Hersteller, mit denen wir persönlich bekannt/befreundet sind, auch der Tatsache geschuldet, dass man durch den Wegfall der Spielwarenmesse 2021 bis 2023 gemerkt hat: Es geht auch ohne eine teure und zeitaufwändige Präsenz in Nürnberg – wobei natürlich die Kosten die zentrale Rolle spielen: Neben dem eigentlichen Messestand fallen auch Kosten für die An- und Abreise sowie die exorbitant hohen Hotelkosten in´s Gewicht. Und wenn man dann merkt, dass die Geschäfte auch ohne Messepräsenz „laufen“, fällt die Entscheidung, nach Nürnberg zu fahren, doppelt schwer!
Aber: „Business“ funktioniert immer auch über den persönlichen Kontakt auf der weltweit führenden Fachmesse – und wer auf Dauer darauf verzichtet, wird in der Zukunft bestimmt mit Einbußen zu rechnen haben.
Deshalb war es umso erfreulicher, dass die „Großen“ der Branche wie Tamiya und Revell mit unverminderter Begeisterung und großen Messeständen vor Ort waren – eine schöne Konstante!
Auch die jährlichen Präsentationen von Neuheiten, wie etwa bei Eduard, kam nicht zu kurz:

Unabhängig von der (zumindest im Plastikmodellbau) nicht zu übersehenden Abnahme der Präsenz einiger Hersteller waren die Exponate, die wir sehen konnten, wieder eine wahre Augenweide – deshalb hier eine kleine Auswahl:
Über die in Nürnberg gesehenen Neuheiten werden wir auf diesen Seiten im Laufe des Jahres natürlich wieder ausführlich berichten…
Fazit
Auch wenn die diesjährige Spielwarenmesse, im Gegensatz zu den Jahren vor Corona, im Bereich Plastikmodellbau deutlich geschrumpft ist, so hoffen doch alle Beteiligten, dass sich dies im Laufe der kommenden Jahre wieder ändern wird und sich auch für unsere kleine „Plastikwelt“ Nürnberg zu einem Magneten entwickeln wird, der Fachbesucher anzieht und den Herstellern gute Geschäftsabschlüsse beschert.
IN diesem Sinne: Wir sehen uns wieder – 2025 in Nürnberg.
Dr. Michael Brodhaecker, Lingen























