Der chinesische Hersteller Takom kam unlängst auf eine geniale Idee: Anstatt neue Kits nur einzeln anzubieten, gibt es themenspezifische Boxen – so wie in unserem Fall eine Box für die Henschel Hs 129 B …
Und diese Box ist tatsächlich riesig:

Kurzes Henschel HS 129 B-2 Intro
Die Henschel Hs 129 B-2 war ein einmotoriger, zweimotoriger deutscher Schlachtflugzeug- und Panzerbekämpfungsjäger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, der speziell für den bodennahen Angriff entwickelt wurde. Sie entstand, weil die Henschel-Konstruktion bereits 1939 erstmals flog und später als robuste, stark gepanzerte Maschine für den Einsatz gegen gepanzerte Fahrzeuge weiterentwickelt wurde. Die B-2-Version war eine Weiterentwicklung der frühen B-Modelle und wurde ab 1943 an die Front gebracht, vor allem an der Ostfront und in Nordafrika, wo sie versuchte, gegnerische Panzer und Fahrzeuge mit schweren Geschützen auszuschalten. Die Hs 129 B-2 hatte eine Länge von etwa 9,75 m, eine Spannweite von 14,2 m und eine Höhe von 3,25 m, bei einer Flügelfläche von rund 29 m². Das Leergewicht lag bei etwa 3 810 kg, das maximale Abfluggewicht bei rund 5 250 kg, was sie trotz der starken Panzerung vergleichsweise schwer machte. Angetrieben wurde die B-2 von zwei Gnome-Rhône 14 M-4/5-Sternmotoren mit jeweils etwa 690 PS, die eine maximale Geschwindigkeit von rund 407 km/h ermöglichten. Die Reichweite betrug rund 680–690 km, die Dienstgipfelhöhe etwa 9 000 m. In der Standardbewaffnung verfügte die Hs 129 B-2 über zwei 20 mm MG 151/20-Kanonen und zwei 13 mm MG 131-Maschinengewehre im Bug, was ihr Feuerkraft gegen leichte und mittlere Ziele gab. Für den Angriff auf schwer gepanzerte Ziele konnten auch zusätzliche schwere Waffen wie eine 30 mm MK 101/103 Kanone oder sogar ein Paket von 37 mm-Geschützen montiert werden, wobei später Varianten mit noch größeren Kalibern testweise eingeführt wurden. Außerdem konnte sie mehrere Bomben – etwa vier bis acht 50 kg-Bomben – an externen Aufhängungen tragen. Die Maschine war stark gepanzert, um Pilot und wichtige Systeme gegen feindliches Feuer zu schützen, doch blieben ihre Leistung und Wendigkeit begrenzt, was sie anfällig für feindliche Jagdflugzeuge machte. Dennoch galt die Hs 129 B-2 im Kampf gegen gepanzerte Bodenziele als effektives Waffenmittel und prägte ihren Spitznamen „fliegender Büchsenöffner“.
Fangen wir mit der Henschel Hs 129 B-2 an.
Die Stülpbox ist randvoll gefüllt. Hier wurde wirklich jeder Millimeter ausgenutzt:

Insgesamt befinden sich in der Kiste 13 hellgraue und zwei transparente Spritzlinge. Dazu gibt es einen großen Decalbogen, der etwas größer als die schwarz-weiße DIN-A5-Bauanleitung ist, die aber auf den wichtigen Seiten farbig gedruckt wurde. Alles ist typisch chinesisch einzeln in Folie verpackt, der große, klare Spritzling sogar noch in Frischhaltefolie eingeschweißt. Das erzeugt auf jeden Fall zu viel Plastikmüll:!
Die Box-Art zeigt eine HS 129 in mediterraner Umgebung. Das sieht ganz hübsch aus.
Die Spritzlinge
Die Spritzlinger sind hellgrau und von tadelloser Qualität:

Hier hat man sich bei den Details wirklich Mühe gegeben. Da es sich um ein Interieur-Modell handelt, ist auch der Innenraum vollständig gestaltet:










Es lohnt sich, den Innenraum einmal richtig vorzunehmen und zu kolorieren, da durch die klaren Rumpf- und Flügelteile am Ende alles genau zu sehen ist:

Leider sind im Innenraum sehr viele gut sichtbare Auswerfermarken zu erkennen. Diese müssen umständlich verspachtelt oder abgeschliffen werden, wenn man diese unschönen Punkte nicht durch das Klarsichtteil sehen will. Ich habe keine Ahnung, ob es produktionstechnisch nicht anders machbar ist, aber das trübt das Bild gravierend. Es gibt sehr viele Kleinteile, die gespritzt wurden und auch sehr filigran wiedergegeben sind.
Klarsichtteile
Wie bereits angesprochen, werden die Klarsichtteile in einer eigenen Folie geliefert und sind in Frischhaltefolie eingeschweißt. Das ist hier sogar sinnvoll, da es sich um die Flügel- und Rumpfteile handelt, die wahlweise angebracht werden können. Sie sind kristallklar gegossen und sehen super aus:
Decals
Ein fetter Lappen Decals wird geliefert, der sogar etwas größer als die DIN-A5-Bauanleitung ist. Er stammt aus eigenem Hause und ist sowohl farblich als auch technisch einwandfrei gedruckt:

Bauanleitung

Die Bauanleitung ist in Schwarz-Weiß im Format DIN A5 quer, die wichtigen Seiten für die Kolorierung sind jedoch farbig gedruckt. 22 übersichtliche und einfach gehaltene Bauschritte führen zum fertigen Modell;
Teile, die entfernt werden müssen, sind durch ein Extrafeld klar gekennzeichnet, sodass auch Anfänger mit der Bauanleitung zurechtkommen sollten. Auf dem Deckblatt gibt es Informationen über das Flugzeug. Auf Seite eins finden sich allgemeine Hinweise und auf Seite zwei eine Übersicht der Spritzlinge. Ab Seite drei geht es mit dem eigentlichen Bau los, der bis Seite 22 andauert. Die Seiten 23–26 sind für die Bemalung und die Position der Decals vorgesehen:
Spezifische Farbangaben gibt es nicht.
Ich muss schon sagen:
Bislang bin ich wirklich beeindruckt vom Inhalt des ersten der drei Kits.
Schauen wir morgen in die anderen beiden Schachteln…
Und wer den Bausatz der B-2 einzeln kaufen möchte – bei Modellbau König ist er verfügbar.
Bis morgen dann
Sascha Müller, Modellbaufreunde Lingen





















































































































