Mit dem X-Wing der Neuen Republik schickt Revell bereits das zweite Modell zum kommenden Star-Wars-Abenteuer „The Mandalorian and Grogu“ ins Rennen. Klingt vielversprechend – doch ein kurzer Blick auf Maßstab und Teilezahl weckt ein seltsames Gefühl der Vertrautheit …
Irgendwie kommt mir das Ganze ziemlich bekannt vor… fast so, als würde ein alter Bekannter aus dem Hangar rollen.
Bevor wir reinschauen, werfen wir erst einen Blick auf die Rückseite des praktischen Klappkartons. Hier gibt es kurze Informationen zum X-Wing, ein paar Bildchen vom fertigen Modell und die Farbangaben, der zu verwendenden Farben:

Doch wie sieht es mit dem Inhalt aus? Wie schon eingangs erwähnt, ist das Modell im Maßstab 1:57 und besteht aus 38 Teilen. Das hatten wir doch schon, werdet ihr jetzt sagen – und das stimmt! Dieser X-Wing hier ist ein alter Bekannter aus dem Jahre 2006. Da hat Revell schon den X-Wing als Easykit mit vorlackierten Teilen und mit den Rebellen Abzeichen auf den Markt gebracht. In den Jahren dazwischen ist er immer wieder mal in verschiedenen Verpackungen angeboten worden.
Also was gibt es hier neues? Eigentlich nur 4 Dinge: Karton, Bauanleitung, Namesschild und neue Decals. Lohnt sich der Kauf? Lasst uns mal drauf schauen.
Insgesamt 8 Spritzlinge – sechs in Grau, einer in Schwarz und einer mit Klarsichtteilen – dazu zwei Figuren (Pilot und R2-Einheit), ein großzügiger Decalbogen und natürlich die Bauanleitung sind im Karton verpackt. Und es ist der EasyKit von 2006!

Die Teile sehen so weit ganz gut aus, nur leichte Trennnähte, aber an den Rahmen sieht man dem Bausatz seine 20 Jahre an. Die sind zum Teil verbogen und mit überschüssigen Kunststoffresten.
Bild Revell_06791_New_Republic_X-Wing_Fighter_1-57_Bild02.jpg
Die zwei Rumpfhälften sehen ganz ansehnlich aus. Eventuell muss man etwas Gewicht in die Nase packen, damit der X-Wing nicht nach hinten überkippt:

Die markanten X-Flügel – beide Seiten. Hier und da erkennt man leichte Sinkstellen im Kunststoff:


Die Details an den Triebwerken entsprechen einem Easykit. Mehr Detaillierung wäre schön gewesen:
Auch das Cockpit hätte in dem Maßstab ein paar Details mehr vertragen können.
Die Laserwaffen:

Und Teile vom Landefahrwerk :

Das einzig neue Bauteil in dem Karton – das Namesschild im schlichten Schwarz:
Da kann dann auf die eine Seite ein Decal mit STAR WARS und auf die andere Seite ein Decal mit „The Mandalorian and Grogu“ aufgebracht werden.
Die Pilotenfigur ist soweit okay, auch wenn mir die Füße etwas groß vorkommen:
Und die kleine R2-Einheit:
Der letzte Spritzling enthält die zwei Klarsichtteile:

Hier glänzt Revell mit Qualität, denn das Glaskanzel ist klar und ohne Schlieren:

Das eigentliche Highlight dieses Bausatzes ist jedoch der Decalbogen. Satte 73 Decals, damit gibt’s fast doppelt so viel zum Aufkleben wie zum Zusammenbauen! Und die Qualität? Absolut top: Gestochen scharf gedruckt, sauber ausgerichtet, kein Versatz in Sicht:

Besonders cool sind die kleinen Extras, etwa die Markierungen für den Pilotenhelm oder die Details für die R2-Einheit:

Werfen wir noch einen Blick in die Bauanleitung: ganz klassisch im Revell-Stil – A4-Format, schön in Farbe und angenehm übersichtlich:

Stolperfallen? Fehlanzeige. Der Bau wirkt herrlich unkompliziert und dürfte auch ohne Jedi-Meisterprüfung gut zu schaffen sein. Nach 28 Bauabschnitten steht der X-Wing bereit für seinen Platz im Regal oder auf dem Schreibtisch.
Besonders nett: Es gibt gleich zwei Bauoptionen. Entweder im Flugmodus mit geöffneten Flügeln im ikonischen X-Wing-Look (ein passender Ständer wäre hier allerdings die Krönung gewesen) oder am Boden, mit ausgefahrenem Fahrwerk und eingeklappten Flügeln. Die Farbangaben sind komplett aus dem Hause Revell, wobei drei Farbtöne selbst angemischt werden wollen:
Mein Fazit
Gar nicht so leicht, sich hier festzulegen. Das Design des New-Republic-X-Wings trifft persönlich nicht ganz meinen Geschmack – aber der neue Decalbogen? Der ist definitiv ein echter Hingucker.
Beim Preis hat der X-Wing im Vergleich zur 2006er-Version allerdings spürbar zugelegt. Wer als neuer Star-Wars-Fan mit dem kommenden Film frisch ins Universum eintaucht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Alte Hasen hingegen, die bereits einen X-Wing im Hangar stehen haben, müssen für sich entscheiden, ob ihnen der schicke neue Decalbogen ein Upgrade wert ist.
Erhältlich bei Modellbau König.
Gregor Francikowski, Stammtisch Recklinghausen




















