Eduard hat aktuell den 1998 erstmals erschienenen Bausatz der russischen Yak-3 in der Weekend Edition neu aufgelegt. Schauen wir mal, ob der Bausatz auch nach 18 Jahren noch Laune machen kann.
Vorbild:
Die Yak-3 ist ein sowjetisches Jagdflugzeug aus dem zweiten Weltkrieg. Erstmals Mitte 1944 in Dienst gestellt, wurden immerhin über 4800 Exemplare dieses Musters gebaut und auch in Frankreich, Polen und Jugoslawien eingesetzt.
Bausatz:
Der Bausatz enthält zwei graue Spritzlinge und einen mit den transparenten Teilen. Gerade einmal knapp über 50 Teile warten auf den Kleber, also ein recht einfacher Bausatz, wobei natürlich auch das Vorbild eine recht einfach gehaltene Maschine ist.
Die Formen sind ganz offensichtlich immer noch top, denn der Guß ist tadellos, ohne sichtbare Auswerfer, ohne nennenswerten Grat und ohne Sinkstellen.
Die Details sind natürlich etwas einfacher gehalten als bei den ganz aktuellen Top Acts wie zum Beispiel den Spitfires oder 109 aus dem gleichen Hause. Aber dennoch besticht der Bausatz durch schöne, scharf gezeichnete Details und fein strukturierte Oberflächen.
Die Klarsichtteile im Eduard-typisch rund gestalteten Rahmen sind wirklich klar und ohne Kratzer, was durch die sorgfältige Verpackung gesichert ist. Erfreulicherweise sind getrennte Teile für eine geöffnete oder geschlossene Haube vorhanden.
Bei der Yak-3 gibt es naturgemäß praktisch immer das fast identische Tarnschema, die Maschinen unterscheiden sich vor allem durch individuelle Embleme oder Farbakzente. Die vorliegende Weekend Edition läßt zwei interessante Varianten zu:
- Kennung 15, Lt Semyon Ivanovich Rogovoi, 64th GIAP, 2nd Baltic Front:
Die zugehörigen Decals sind blitzsauber und dünn gedruckt, wie die Vergrößerung zeigt:
Die Anleitung ist klar, übersichtlich und mit Farbangaben für das Gunze-Sortiment:
Fazit:
Der Bausatz ist locker an einem Wochenende zu bauen, wobei ich persönlich die Lackierung auch aufgrund der Trocknungszeiten und meines bescheidenen Basteltempos sicher nicht in der Zeit hinbekäme. Dennoch: Der Bausatz läßt auch ohne Zurüstteile den Bau eines attraktiven Modells zu, und ist wie geschaffen für ein schnelles Motivationsprojekt zwischendurch. Wer mag, kann sich für mehr Detailfülle beim Zurüstmarkt bedienen.
Aus meiner Sicht, trotz der 18 Jahre auf dem Buckel, ein rundum empfehlenswerter Bausatz.
Erhältlich ist das Modell beim Fachhändler Ihres Vertrauens oder direkt bei Eduard.
KlausH