Nach der Kitvorstellung vor einigen Tagen habe ich mich direkt an diesen seltenen Papierflieger gesetzt und den Bau begonnen …
Das Cockpit wurde etwas aufgewertet indem ich den massiven Sitz dünner geschnitzt habe. Da der Kunststoff sehr weich ist ging das gut von der Hand. Dem Sitz habe ich außerdem geätzte Gurte spendiert:

Die Cockpitbaugruppe muss vor allem vorne angeschliffen werden, um in den Rumpf zu passen. Trotzdem war etwas Zwang nötig, um die Rumpfhälften zu verkleben:

In Baustufe 7 sollen die Radschächte auf die Ausschnitte der unteren Tragflächenhälfte geklebt werden. Habe ich so gemacht und danach festgestellt, dass die oberen Hläften nicht mehr passen:

Mit der „Lösung“ konnte ich die verklebten Teile ohne Beschädigungen demontieren. In die obere Hälfte geklebt passte alles bestens zusammen:

Die Teile für die Kühler habe ich noch im Gussrahmen skeptisch beäugt. Verbaut sieht es aber wirklich gut aus:

Vor dem Einbau der Kühler muss erst der Lufteinlauf in der Tragfläche freigeschnitzt werden.

Die Sinkstellen auf den Tragflächen habe ich mit Sekundenkleber gefüllt und anschließend die gesamte Oberfläche der Flügel geschliffen:

Der Rumpf wurde ebenfalls komplett geschliffen, um Orangenhaut und Pickel zu glätten. Beim schleifen riss plötzlich der Rumpf hinterm Cockpit an der Klebenaht auf. Hätte ich das vor dem Ankleben der Tragflächen gewusst, hätte ich innen ein Stück Gussast auf die Naht geklebt um die Stelle zu stabilisieren:

Das Höhenleitwerk passt gut nach etwas Schleifarbeit.
Das Seitenleitwerk entsteht aus zwei Hälften. Löblich ist zu erwähnen, dass wieder eine scharfe Hinterkante wie bei den Tragflächen zu finden ist. Leider fehlt auf einer Seite die Gravur für das Ruder, aber das ist schnell behoben.
Trotz sorgfältiger Schleiferei bleibt nach dem Anbau ein Spalt ….
…..der mit gezogem Gussast gefüllt wurde:
Das Hauptfahrwerk ist so konzipiert, dass ein Vierkant-Zapfen in ein entsprechendes Gegenstück im Radschacht passen soll. So wären die Beine korrekt ausgerichtet … soweit die Theorie. Leider passt der Zapfen nicht zur Aufnahme. Ich habe den Zapfen grob passend geschliffen und gekürzt. Das Loch im Flügel wurde mit Ethylacetat gefüllt, dann nach kurzer Einwirkzeit den Zapfen des Federbeins einschmelzen lassen. Zusammen mit der Einziehstrebe ist das eine sehr stabile Verbindung:
Bei der Bugradstrebe sollte ein Zapfen in die vordere Wand des Radschachts greifen…..ich habe es gar nicht erst versucht und das Ganze mit Sekundenkleber Gel eingesetzt:
Beim probeweisen Einsetzen der Räder fiel mir auf, dass ich einen „Tailsitter“ gebaut habe. Also schnell die Bugspitze abgesägt und etwas Blei rein. In der Anleitung findet sich kein Hinweis auf ein Buggewicht. Die MG 151 aus Kanülen sehen auch besser aus als ein Loch im Rumpf:
Auspuffreihen fand ich ansprechender als das massive Rohr und auch eine bessere Bombe fand sich in der Restekiste:


Verbesserungen die ich vorgenommen habe:
*Lufteinlauf am Rumpf aufgebohrt
*Bombe gegen eine bessere getauscht (Dragon Ar 234)
*MG 151 mit 0,6mm Kanülen dargestellt
*MK 103 werden noch durch Rohre von Master ersetzen
*Auspuffreihen statt klobigem Flammenvernichter
*Gravur für das Seitenruder ergänzt
*Blei in der Nase verbaut
*evtl. ziehe ich noch eine neue Haube….
Fazit
Viel Arbeit aber auch viel Spaß und am Ende ein exotisches Modell. Was will man mehr?
Hartmut Koßmann, Modellbaufreunde Lingen


