2024 Ford Mustang GT (2in1) in 1:25 von Revell #07743

Seit längerer Zeit reite ich auf der Mustangwelle. Ich möchte von jeder Generation einen im Stall haben, so freute es mich umso mehr, dass der neue 2024er Ford Mustang GT von Revell angekündigt und nun bei mir auf dem Tisch liegt …
Es ist zwar „nur“ ein ClickSystem – aber Revell hat schon bei anderen Modellen wie den Ford GT oder VW T2 bewiesen, dass ein Steckbausatz gut sein kann.

Zum Original des Mustang muss man nicht viel schreiben. Nur soviel dazu: er feiert(e) 2025 sein 60-jähriges, hat sich erstaunlich gut gehalten und (Spoiler) das ziegt sich auch beim Bausatz.

Revell bietet uns eine 2in1 Variante, nämlich den normalen 2024er GT oder den 2025er 6oth Anniversary.

Bausatzvorgeschichte gibt’s heute keine, denn es ist eine Neuentwicklung. Na denn, mal sehen 😊

Die Vorderseite des Karton ist simpel und einfach gestaltet, was mir mittlerweile sehr gut gefällt. Das zeigt auch gleich, dass wir den Top-Opener und nicht den Seitenöffner vor uns haben:

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ClickSystem, Maßstab 1/25, 19,3cm Länge und 65 Bauteile steht da geschrieben. Na, und geeignet ab 10 Jahre plus.

Seitlich sieht man schon die Bauteile die uns erwarten und es ist ein lizensiertes Ford Produkt:
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Auf der Rückseite fällt dem geneigten Beobachter auf, dass hier das 60th-Anniversary Modell abgebildet und in einem kleinen Bild der normale GT. Zu den Unterschieden komme ich noch:

Ach ja, da steht noch was:

Die neue 7.Generation des Inbegriffs eines Muscle-Cars begeistert mit seiner markanten Formgebung und einer klangvollen Performance. Wie üblich ziert auch bei dem seit 2024 erhältlichen Sportwagen ein stilisierter Mustang den wuchtigen Kühlergrill. * Bewegliche Räder * Bau einer von zwei verschiedenen Versionen möglich * Abziehbilder und Sticker

Schön. „Bewegliche Räder“ bitte nicht mit lenkbar verwechseln. Sie rollen , lenkbar sind sie nicht.

Was erwartet uns, wenn wir den Bausatz ausschütteln?

Endlich aufklappen! Und wir sehen, dass Revell seine Spritzlinge sehr ordentlich verpackt. Karosserie separat, Chrom-/Klarteile separat und dann noch einmal alles in eine große Tüte verpackt.

Dann packen wir mal aus…

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Wir haben insgesamt 7 Gußäste. Ein roter, drei schwarze, einmal silber, Klar rot und Klar weiß sowie die Scheiben separat. Dazu gesellt sich noch die Karosserie, Bodenplatte und vier Schluffen. Decals, Aufkleber und Bauanleitung machen den Bausatz komplett

Schauen wir genauer drauf.

Die Karosserie

In einem Wort: sie ist spiegelglatt. Wie es sich für ein Steckbausatz gehört, ist die Oberfläche sauber und bedarf keiner Lackierung. So sollte das sein:

Die Heckklappe / Motorhaube fehlt und sind als Einzelteile ausgeführt.

Ein minimalster Gießgrat findet sich am Hüftknick. Man muss schon genau hinschauen und ich habe fürs Foto etwas mit dem Lichtwinkel spielen müssen, um ihn zu sehen. Wenn der Mustang rot bleibt, stört das nicht so ganz. Wer mit dem Gedanken spielt ihn umzulackieren, der muss da etwas Hand anlegen:
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Zur Karosserie gehörend: die Motorhaube, Kofferraumdeckel, Spoiler und Spiegel

Sauber und glatt wie die Karosserie. Heckklappe je nach Ausführung mit flachen Spoiler und Aufsetzspoiler. Mir gefallen die Angußpunkte an den Spiegeln! Hier gibt’s nichts zu meckern_
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Weiter geht’s mit den Innenraumteilen.

Sitze, Armaturenbrett, Seitenverkleidungen und Lenkrad. Alles in tristen Schwarz gegossen aber mit schönen Oberflächen und ausreichenden Details:
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Die Innenraumwanne ist ebenfalls gut ausgeführt. Warum die Rückenlehne der Hinterbänkler einzeln ausgeführt ist, erschließt sich mir noch nicht:
Revell-07743-2024er-Mustang-GT-16 2024 Ford Mustang GT (2in1) in 1:25 von Revell #07743Am dritten schwarzen Gießast sind die Anbauteile der Karosserie – und Steckbolzen, um die Karosserie mit der Bodengruppe zu verbinden. Die Kühlergrilleinlagen haben ausgepägte Wabenmuster, die Haubenschlitze sind nicht durchgebrochen:
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Hier sind zwei Kühlergrill beigelegt – einmal mit Bohrung für Kennzeichen und einmal ohne:
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Nächster Gießast sind eigentlich vier zusammenhängende. Allesamt in Silber gegossen, finden wir zwei Satz Felgen, die Bremsscheiben, Außenspiegel Nr.2, Scheinwerferinlay und „Spiegeleinsätze“ für die Außenspiegel:
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Auch die Bauteile sind gut an Details ausgearbeitet. Wer mag, kann die Gießgrate in den Felgen noch etwas nachfeilen, stören jedoch nicht wirklich:

Separates Teil: die Bodenplatte. Alles in einem Guß und ausreichend detailiert:
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Die Reifen sind in Vollgummi ausgeführt und verfügen über ein schönes Profil. Wie schon fast üblich leider ohne Reifenaufschrift. Auf den Decalbogen gespickelt, sind auch keine Decals dabei. Warum auch?
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Die gesamten Klarteile in klar und rot und die Verglasung. Sie machen einen ausgezeichneten Eindruck. Scheinwerfer und Rückleuchten tragen nicht zu Dick auf. Ebenso dünn und verzugsfrei ist die Verglasung. Was mich immer freut bei den Steckbausätzen ist, dass die schwarzen Umrandungen schon lackiert sind:
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Kleiner Wehmutstropfen: Scheibenwischer angegossen:
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Sind noch die Abziehbilder und Decals offen.

Bei einem Steckbausatz üblich, legt Revell einen Abziehbilder- und einen Decalbogen bei.

Für beide gilt:

Ausführung tadellos. Scharf gezeichnet, kein Versatz. Das Digitaldisplay gefällt mir ausgesprochen gut!
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Auch für beide Bogen gilt, dass ich die revellschen Auswüchse in der „Zwangsmitteilung des Fahrzeugtyps auf den Kennzeichen“ nicht nachvollziehen kann. Nur so viel sei gesagt:

Das Kennzeichen [California STANG] ist in den 60/70ern anzusiedeln und „nie im Leben“ auf einem Fahrzeug von 2024.

Knapp daneben: die Kennzeichen [MUS 025] aus Victoria (Kanada) diese müssen vorne sowie hinten Kennzeichen führen.
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Ach und bevor ich es vergesse: üblicher Weise sind der Decalbogen besser bestückt im Vergleich zu den Abziehbildern. Hier finden sich noch Nabendeckel (22 und 23),  Decorstreifen für die Seiten und Bremssattel Beschriftung (15 / 16). Allesamt in zwei farblich unterschiedlichen Ausführungen:

Damit lasse ich es auch auf sich beruhen.

Die Bauanleitung:

Sie ist nach bekannter Art großformatig und in bunt ausgeführt. Deckblatt mit dem Modell …
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… zwei Seiten mit Symbolik und Erklärung dazu …

… danach zwei Seiten mit einer Übersicht der 65 Bauteile …

… und auf Seite 6 geht’s los:

Selbstverständlich fehlen Farbhinweise und deren Mischungsverhältnisse 😉

In Baustufe 7 muss ich mich schon beim Armaturenbrett für den GT oder 60th Anni-Mustang entscheiden.

Die Unterscheidung ob ein Sticker oder Decal angebracht werden soll ist anhand blauen oder grünen Nummernfeld einfach dargestellt:
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Weiter ist alles übersichtlich. Immer darauf achten, welche Variante ich baue komme ich nach 29 Baustufen am Ende der Bauanleitung an. Dann muss nur noch die Karosserie beklebt bzw. decaliert werden.

Wo unterscheiden sich die Varianten?

Als unterschiedliche Bauteile sind die Felgen und die hintere Haube mit Heckspoiler sofort auffällig.

Der GT hat einen komplett schwarzen Grill vorne, wogegen der 60th Anniversary mit silbernen Zierteilen im Grill, silberfarbene Spiegeln und Zierstreifen aufzeigt. Seine Embleme nicht zu vergessen 😉

Fazit

Steckbausatz – was soll da falsch gehen. So könnte man sagen.

Die Gußqualität ist sehr gut, ich habe kaum auffällige Gießgrate und keine Fischhäute gefunden. Die Karosserie ist 1a und das Modell kann so wie es vorgesehen ist zusammengesteckt werden.

Nach meinem Empfinden wirkt das Silber der Felgen etc. etwas billig. Da hätte ich mir etwas optisch massiveres gewünscht.

Für mich macht das jedoch den Kohl nicht fett. Ich werde ihn Innen wie Außen mit Farbkleid versehen um ihn ordentlich in die Reihe meiner Pferde einzureihen.

Wo ich etwas meckern muss…

die Sinnhaftigkeit der beiden Kühlergrill in Baustufe 23. Es unterscheidet sich tatsächlich „nur“ in der Verwendung von vorderen Kennzeichen. Dazu gibt es keine Notiz oder Querverweis auf die Decals, warum man genau hier die Wahl der Bauteile hat. Aus meiner Sicht hätte man sich das eine Teil sparen können.

Bei den Kennzeichen recherchierte ich dieses mal nicht jedes einzelne…denn es erscheint Sinnlos. Meine Anmerkung kann man an entsprechender Stelle nachlesen.

Da kein anderer Mustang der 7ten Generation auf dem Markt ist – absolutes muss für den Mustang-Fan und/oder für den flotten Bau zwischendurch bestens geeignet!

Erhältlich bei Modellbau König.

Dominik Weitzer, Modellbaustammtisch Recklinghausen