Lange haben die Luftwaffenfans auf eine neue „Dora“ in 1:48 gewartet – waren doch die vorhanden Möglichkeiten in die Jahre gekommen und zur Überraschung aller war es am Ende MiniArt, die ihre Chance gesehen haben …
Seien wir doch ehrlich: Wir Modellbauer haben all die Jahre auf eine D-9 aus brandneuen Formen von … Eduard gehofft.
Und nun also eine D-9 von MiniArt!
MiniArt ist doch recht „neu“ im Haifischbecken der 1:\48er Flugzeuge, konnte sich aber bis jetzt sehr gut behaupten: Neben der Junkers F13 und P-47 Thunderbolt ist das vorliegende Modell nun die dritte Neuheit aus dem Hause MiniArt und wie bei der Thunderbolt haben wir einmal „Basic“ und „Advanced Kit“ – der Modellbauer kann also selbst entscheiden, wie aufwändig der Zusammenbau sein darf.
Bevor wir uns die Bauteile anschauen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Bauanleitung:

Die ist für meinen Geschmack etwas zu überladen und lässt das Gefühl von „Hektik“ aufkommen … so was kann ich beim Modellbau gar nicht gebrauchen!
Zwei oder drei Seiten mehr hätten der Übersicht in der Bauanleitung gut getan:
Am Ende erhalten wir, in bester „Eduard-Manier“, noch einen extra Plan für die vielen Wartungshinweise:
Für die Lackierung werden fünf Farbhersteller angeben – es sollte also jeden etwas dabei sein:
Ansonsten werden auch noch die gängigen RLM Farbtöne angeben – sehr vorbildlich.
Es gibt auch „nur“ zwei Markierungsmöglichkeiten, die auch nicht näher beschrieben werden! Wer möchte, kann in den Bauanleitungen von Eduard etwas mehr an Informationen finden:
Doch nun endlich zu dem, was an Plastik im gut gefüllten Karton vorhanden ist:

Schaut man sich die Aufteilung der Bauteile etwas genauer an, so kann man jetzt schon sagen, dass auch eine „Dora D-11 bis Dora D-13″ folgen werden: Generell ist der Rumpf dadurch etwas kleinteiliger, als man das sonst so gewohnt ist … was aber sicherlich auch der kommenden „Advanced Edition“ geschuldet ist:










Da ich schon eine Eduard „Dora“ gebaut habe (https://www.kitreviewsonline.de/werkstattbericht-fw-190-d-9-von-eduard-in-148/) habe ich mir das Modell doch etwas genauer angeschaut und kann schon aus dem „Kasten“ sagen, dass der Zusammenbau leichter sein wird als bei Eduard: Die Formen der Eduard „Dora“ haben ihre besten Tage schon lange hinter sich.
Die transparenten Teile verdienen diesen Namen zu Recht:


So nun aber „ran an den Speck“ und ans Modell: Die Rumpfhälften können sich sehen lassen: Nicht ganz auf dem Niveau von Eduard, aber für 2026 und darüber hinaus mehr als gut genug. Mir ist nur eine Gravur aufgefallen, die nicht richtig sitzt: Die untere Gravur bei der Abdeckung für die Rumpfbewaffnung:

Kommen wir zum Cockpit, das recht gut detailliert und für mich ausreichend ist. Der Pilotensitzt kommt in zwei Varianten daher – mit und ohne angegossenen Gurten:
Ich werde den Sitz mit den Gurten nehmen_ Lieber male ich 30 Minuten als Ätzteile verkleben zu müssen.
Die Cockpitwanne ist für „oob“ gut detailliert – Ätzteile oder 3D-Decals müssen nicht zwingend verwendet werden:
Und für die Armaturenbretter liegen dem Modell ansprechende Decals bei:
A propos „Decals“:
Der Bogen für den „Basic Kit“ ist schon recht umfangreich geworden:

Aus eigener Erfahrung,kann ich sagen, dass man vom fertigen Cockpit am Ende nicht mehr viel sehen wird … wer dennoch etwas „mehr“ haben möchte, kann auf die später erscheinende „Rundum-sorglos“-Edition des „Advanced Kits“ warten.
Fazit
Endlich eine FW 190 Dora aus neuen Formen!
Eduards Doras waren nicht schlecht, aber mit dem neuen Kit von MiniArt verspricht demnächst eine ganze Reihe von Untervarianten unsere Basteltische zu bevölkern – wir Modellbauer leben wahrlich in paradiesischen Zeiten!
Erhältlich bei Modellbau Universe.
Michael Schröder, Emden






























