Der chinesische Hersteller Meng erfreut uns Modellbauer immer wieder mit exotischen Kits. Noch dazu ist die gebotene Qualität wirklich gut – so auch bei der Mansyu Ki-98 …
Sie war mit ihrer schweren Bewaffnung als Abfangjäger für die B-29 Bomber gedacht. Reste eines zerstörten unfertigen Prototyps wurden von US-Truppen bei Kriegsende gefunden.
Im Stülpkarton einzeln eingetütet finden wir zwei graue und einen transparenten Gussrahmen sowie Decals und die Bauanleitung vor:

Ausgepackt präsentieren sich die Teile makellos:


Das Klarteil verdient seinen Namen. Keine Linseneffekte oder Schlieren zu erkennen. Leider ist die Haube einteilig:

Mit den Decals lassen sich drei Maschinen realisieren:
Eine kaiserlich japanische, eine mandschurische sowie eine thailändische Ki-98:

Die Anleitung führt sehr aufgeräumt durch den Bau. Es tauchen an keiner Stelle Fragen auf:

Die Kabinenhaube sollte bei allen Bausätzen diese Qualität aufweisen:

Alle großen Bauteile haben schöne Details, wobei mir die Gravuren etwas zu ausgeprägt scheinen:
Die Kanonen für den Bug der Ki-98 überzeugen. Vorsichtig aufgebohrt wird das gut aussehen:

Details der Radschächte:
Das Cockpit ist für 1:72 gut detailliert. Ein Decal für die Instrumente ist nicht vorhanden. Es muss also gemalt werden, was aber auch nicht so schwierig ist bei den Konturen:


Die Räder sehen gut aus:
Die Fahrwerksbeine wirken etwas klobig. Mindestens die Scheren sollte man durch geätzte ersetzen. Ich werde unter Verwendung der Radgabeln neue Beine aus Kanülen bauen, damit das Gesamtbild stimmiger wirkt. Dann kann man auch das Bugrad eingelenkt darstellen:


Fazit
Meng hat einen guten Job gemacht. Ein exotisches Modell in guter Qualität. Der Kit ist einfach und schnell (auch von Anfängern) baubar. Hoffentlich bringt Meng noch mehr dieser Exoten in der Qualität auf den Markt.
Erhältlich derzeit leider nur antiquarisch – aber vielleicht erbarmt man sich und legt den Kit wieder neu auf?
Hartmut Koßmann, Badbergen












