Special Hobby setzt seine von der eigenen 1:72-er Ausgabe auf 1:48 hochskalierten Bausätze zum Vorbild dieses in großer Zahl für eine entsprechend umfangreiche Anzahl von Luftwaffen gefertigten Ausbildungs- und leichten Angriffsflugzeugs konsequent in nahezu vollständigen Duplikaten um …
Nach der 48-er Erstausgabe, die wir hier vorgestellt hatten, folgt also nun eine gegenüber der 72-er Ausgabe leicht erweiterte Ausgabe für die Variante mit einer stärker gewölbten Cockpithaube. Auf dem Deckelbild sind die aus dem Bausatz auch hier mit Markierungsoptionen möglichen vier Luftwaffen wieder abgebildet. Dies sind die italienische Luftwaffe und die belgische Luftwaffenkomponente aus Europa und aus Südamerika die Luftwaffen aus Uruguay und Venezuela:

An der Kartonseite sind dann allerdings gleich fünf Möglichkeiten abgebildet, da es für die belgische Luftwaffenkomponente zwei Markierungsmöglichkeiten gibt. Eigentlich gibt es sogar sechs, da für die italienische Ausführung auch zwei Möglichkeiten gegeben sind. Dazu später unten mehr:

In diesem Bausatz gibt es zwei graue Spritzäste, die wir aus der oben benannten ersten Ausgabe mit der flacheren Haube schon kennen. Einen neuen Klarsichtast gibt es dann für die neue Haube. Dazu kommen ein umfangreicher Decalbogen und die Anleitung:

Die bekannten grauen Äste A und B haben wir noch einmal in Kürze. Für die Details können wir auf die vorherige ausführliche Vorstellung verweisen:


Hier dann der neue Klarsichtast D für die stärker gewölbte Haube. Diese ist zweiteilig und geöffnet oder geschlossen darstellbar:

Auch hier ist die Ausführung über jeden Zweifel erhaben. Die starke Wölbung wirkt sich bei den Ansichten entsprechend aus:
Die Durchsicht ist vollständig überzeugend:
Der Decalbogen fällt sehr umfangreich aus, da sehr viele aufwendige und großformatige individuelle Markierungen vorhanden sind. Sie machen etwa die gesamte obere Hälfte des Bogens aus. Hinzu kommen umfassende Instrumentenbretter, Decals für das Gurtzeug und eine ganze Menge an Wartungsmarkierungen:
Die Druckqualität ist komplett überzeugend. Special Hobby erfüllt hier ja schon seit langem höchste Ansprüche.
Kommen wir also schon zur Bauanleitung, die wie gewohnt mit einer historisch-technischen Einleitung beginnt:
Es folgen die Hinweise zum Bausatzinhalt, die Farbhinweise und etwas Eigenwerbung für Ergänzungsteile:
Der Zusammenbau beginnt logischerweise mit dem Innenraum. Hier muss man sich schon für eine bestimmte Lackierungs- und Markierungsvariante entschieden haben, da die je nach Auswahl drei unterschiedliche Instrumentenbretter mit verschiedenen Decals vorhanden sind. Die beiden Rumpfschalen werden dann auch schon in dieser Bauphase verklebt:
Weiter geht es mit dem Einbau des Rumpfbodens von unten und dem der Sitze von oben. Damit ist der Rumpf dann schon recht vollständig und es geht mit dem Zusammenbau der Tragflächen weiter:
Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Tragflächen drunter, Höhenleitwerke, Seitenruder und Tiptanks dran. Spätestens jetzt noch Ballastgewicht in den Bug, bevor er verschlossen wird und noch ein paar Antennen unter den Rumpf:
Jetzt folgen die beiden Teile für die Haube und etwas Scratcharbeit für eine Blattantenne bei den belgischen Maschinen und zwei Stabantennen bei allen Varianten. Zum Ende folgt mit den Fahrwerken der wohl anspruchsvollste Teil des Zusammenbaus. Und den Propeller ganz zum Schluss nicht vergessen!
Der Bau in den 13 Stufen ist also recht schnell und unkompliziert zu bewältigen und dürfte auch ohne umfangreiche Modellbauerfahrung zu bewältigen sein.
Die Lackierungs- und Markierungshinweise sind jeweils auf einer Seite zusammengefasst. Es beginnt mit der grau-schwarzen italienischen Maschine, die trotz der bunten anderen Angebote mir persönlich am ehesten zusagt und auch das Deckelbild ziert. Ganz unten links gibt es den Hinweis auf eine rein graue Lackierung ohne schwarze Flächen, die diese Maschine auch getragen hat und die eine weitere Alternative darstellt:

Die erste belgische Maschine haben wir dann im typischen gelb der Trainingsflugzeuge mit einigen roten Flächen. In den Seitenansichten erscheint das Gelb an den Tragflächen- und Höhenleitwerksunterseiten etwas heller als an den anderen Stellen, es muss allerdings überall das gleiche Gelb sein, wie aus den Ober- und Unterseitenansichten ersichtlich. Besonderheit ist hier ein großes Haifischmaul:
Die venezolanische/bolivianische Maschine ist unscheinbar mit fast kompletter Graulackierung mit dezenten dunkelroten Flächen:
Weiß-Rot ist ebenfalls eine häufig gesehene Farbkombination von Trainingsflugzeugen. Diese zeigt die Maschine aus Uruguay:
Zur belgischen Kunstflugstaffel gehört dann die letzte Möglichkeit, die überwiegend in Rot mit weißen Seitenstreifen und den belgischen Nationalfarben am Seitenleitwerk und den unteren Tragflächen daherkommt. Ein Haifischmaul ist hier ebenso wie bei der gelben Ausführung vorhanden. In ähnlicher Lackierung gab es auch andere Maschinen der belgischen Kunstflug- und Demoeinheiten. Da könnte man auch etwas zusammenstellen:
Die Möglichkeiten sind daher sehr umfangreich, auch bezüglich des Preissegments, in dem wir uns hier bewegen.
Fazit
Wir haben hier ein feines Beispiel für einen sehr interessanten Bausatz abseits der großen Brocken mit tonnenschweren Unterhängseln für Tanks und Bewaffnung. Das kann ruhig so weiter gehen mit anderen Vorbildern, die es bestimmt zu Dutzenden gibt und die nicht oder nur in nicht mehr zeitgemäßen Bausätzen erhältlich sind.
Special Hobby ist zu raten, ruhig in dieser Richtung weiter zu arbeiten. Bei einer solchen Qualität zum günstigen Preis dürfte ein hohes Interesse der Modellbaugemeinde zu erwarten sein.
Erhältlich direkt im Special Hobby online-shop.
Hermann Geers, Wietmarschen








