AH-6J Little Bird von ICM in 1:48 #48370

Wie zu erwarten war, beginnt ICM mit der Ausweitung der Bausatzreihe rund um die H-6 Hubschrauberfamilie, die mit der MH-6J begonnen wurde, die wir hier

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vorgestellt hatten …
Weiter geht es nun mit der nach den ersten Kennbuchstaben als Kampfhubschrauber klassifizierten AH-6J, die nicht mehr mit der Fast-Roping-Ausstattung der Special-Forces „bewaffnet“ ist, sondern nun mit starren Maschinenwaffen und Behältern für ungelenkte Raketen.
In der wie immer vorbildlich stabilen Verpackung finden sich wie üblich die Teile eines vollständigen Grundbausatzes: Mehrere graue und ein extra verpackter klarer Spritzast, ein Decalbogen und die sauber gedruckte und geheftete Anleitung:
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Kommen wir also mal zu den Spritzästen. Schon bekannt aus der ersten Ausgabe sind die grauen Spitzäste A und B:

Ebenso bekannt ist der Spritzast C (der in der Anleitung der Erstausgabe noch irrtümlich als Ast G bezeichnet wurde) für die Klarsichtteile:
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Für nähere Einblicke wird auf das frühere og. Review verwiesen.

Kommen wir zu den neuen grauen Spritzästen: Ast D bringt uns Teile für die Waffenträger und die Munitionskisten im hinteren Rumpf, die dort alternativ zu verwendenden Türen (ohne Fenster), den geknickten alternativen Triebwerkauslass und einige Kleinteile:
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Die Ausführung und Detaillierung ist auf Höhe der bekannten ICM-Qualität, die sehr saubere Baugruppen ergibt:

Die Türen und die Platte für die Lufthutze am Triebwerk haben innen Auswerfermarken. Sie bleiben nach der Montage jedoch nicht sichtbar:
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Den Spritzast E für die Bewaffnung gibt es doppelt:
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Hier sind die kleinen und kleinsten Details extrem gut ausgeführt. Hiermit können sehr hochwertige Nachbildungen hergestellt werden:

Diese sind dabei auch recht kleinteilig ausgeführt, so dass sorgfältige Arbeit von Nöten ist:

Der Decalbogen fällt recht klein aus, da zum einen das Vorbild ebenfalls sehr klein ist und nur wenige Kennzeichen enthält. Der Druck ist ICM-typisch auf blauem Trägerpapier mit sauberem Druck. Die Verarbeitung von ICM-Decals ist schon seit Jahren problemlos, wenn anfänglich reichlich Wasser unter den Decals bleibt. Dann passen sie sich vorbildlich an den Untergrund an und decken gut:
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Die Bauanleitung ist ICM-typisch. Wie gewohnt beginnt es mit einer kurzen historisch-technischen Einführung und den Farbhinweisen aus dem ICM-Farbsystem aus denen auch die Äquivalente für andere Hersteller abgeleitet werden können:
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Es folgt die Übersicht über die enthaltenen Spritzäste. Bei den schon bekannten Ästen sind nicht benötigte Teile schon gekennzeichnet:

Dann geht es an den Zusammenbau, wie üblich kleinteilig dargestellt mit eingefügten Hinweisen für die Farben, die Decals und die Besonderheiten bestimmter Markierungsvarianten. Zunächst geht es an den inneren und äußeren Zusammenbau des so typischen Eiförmigen Rumpfs mit dem Rotorkopf. Hier muss schon beachtet werden, ob eine der ersten beiden Markierungsoptionen entstehen soll, da dort die nach unten gerichtete Abgasführung eingebaut werden muss:

Es folgt der weitere Ein- und Anbau im Cockpit, der vorderen Verglasung, des Kufengestells und des Heckrotorträgers:

Ein paar Schritte fehlen noch zur weiteren Vervollständigung: Dies sind der Zusammenbau und der Einbau der Munitionskisten im hinteren Rumpf, Anbau von Heckrotorträger und -flächen sowie der (alternativen) hinteren Türen (gekürzt um unten die Munitionsführung nach außen durchzulassen und ohne Verglasung):
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Danach geht es weiter zur äußeren Bewaffnung, zunächst um die bekannte Minigun M 134 mit dem kleineren MG-Standardkaliber 7,62 mm. Hiervon können zwei Exemplare an den inneren Lastträgern angebracht werden. Hierfür sind sehr feine Befestigungspratzen vorhanden:
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Schlussendlich sind noch die Rotoren und einige Antennen (je nach Markierungsvariante) zu montieren. Dann steht der „Little Bird“ schon einigermaßen vollständig auf dem Basteltisch:
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Es besteht aber noch die Möglichkeit zur weiteren Bewaffnung an den äußeren Lastträgern. Zunächst geht es zum dreirohrigen GAU-19 MG im größeren 12,7 mm Standardkaliber. In sechs Baustufen ist der filigrane Zusammenbau gut erläutert.
Weiterhin können Behälter für ungelenkte Raketen aus dem Bausatz hergestellt werden. Die größeren Behälter vom Typ M261 enthalten 19 Raketen, die kleineren Behälter vom Typ M260 nur 7, so dass sie geladen beträchtlich leichter sind.
ICM stellt drei Möglichkeiten der Kombination aus diesen Bewaffnungen dar. Also ist genug Auswahl vorhanden:
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Lackierungsalternativen sind nicht großartig gegeben. Die „kleinen Vögel“ sind sehr dunkle Gesellen, also Schwarz/Anthrazit/Teer/Rubber oder wie auch immer bezeichnete Farben sind geboten; nach langer Einsatzdauer und viel Sonnenschein ist auch ein dunkles Grau ala RLM66 möglich. Also mal gleich weiter zu den vier Markierungsmöglichkeiten, die von ICM mit dem Decalbogen vorgesehen sind.
Die beiden ersten Markierungen werden für das 160th SOA-Regiment und den Herbst 1993 in Somalia angegeben. Sie passen also in die Operation „Gothic Serpent“, die rund um „Blackhawk Down“ stattfand. Die AH-6J waren hier in erheblichem Umfang beteiligt.
Die beiden Möglichkeiten unterscheiden sich nur in jeweils einer individuellen Markierung in Form eines Zappings auf der Frontmittelstrebe der Verglasung und der Seriennummern:
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Die Möglichkeiten 3 und 4 sind ohne Ortsangabe für das Jahr 1990 beim gleichen Regiment ausgewiesen und passen so in die Zeit von „Desert Shield“ und „Desert Storm“. Sie sind alternativ für den Einbau der hinteren Türen vorgesehen, so dass sich insoweit sogar sechs Ausführungsmöglichkeiten ergeben. Auch hier sind die Unterschiede gering. Möglichkeit 4 hat wieder ein Zapping an der bekannten Strebe:
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Wie schon gesagt, sind die AH-6J durchweg dunkle Gesellen. Auffällige Farben gibt es bei Original und Modell daher nicht und vorbildgerechter Modellbau ist ja unser Ziel – jedenfalls weit überwiegend.
Warten wir diesbezüglich also mal auf andere Ausführungen. Wie wir ICM kennen, werden die Entscheidungsträger dort uns bestimmt nicht im Stich lassen.

Wer noch keine passenden Farben hat, dem sei dieses Farbset nochmal besonders empfohlen.

Farbset US Special Forces Helicopers von ICM # 3096

Fazit
ICM bietet auch mit dieser Variante den Bausatz, der die künftige Referenz für dieses Vorbild und in diesem Maßstab bildet. Er ist jeden Euro wert und benötigt nicht unbedingt Zurüstsätze, um ein sehr ansehnliches Modell auf die Kufen zu stellen. Für einen Hubschrauber benötigt er wenig Platz auf dem Tisch oder in der Vitrine. Wer noch keinen Hubi gebaut hat, sollte es auch unter diesem Gesichtspunkt mal hiermit versuchen.

Erhältlich bei Modellbau Universe.

Hermann Geers, Wietmarschen