Unser heutiger Besprechungskandidat wäre eigentlich ein Fall für die „Kit-Archäologie“ – der Bausatz des Aston Martin Ulster im etwas ungewöhnlich Fahrzeug-Maßstab 1:32 …
Ungewöhnlich allerdings nur für heutige Zeiten: In den 1960er und 1970er Jahren war dieser Maßstab in Großbritannien durchaus sehr beliebt und insbesondere Airfix und Matchbox erfreuten uns „Bastler“ damals mit einer Menge toller Bausätze, mit denen wir die langen Nachmittage und Wochenenden verbrachten.
Und exakt mit solch einem Kit haben wir es bei Revells „Neuheit“ zu tun – der Aufdruck auf der Bodenplatte verrät es:
Allerdings ist Revell so ehrlich und macht schon auf dem Karton deutlich: Es ist ein „klassischer“ (sprich alter) Bausatz:

Apropos „Karton“ – wir können endlich unsere jahrelangen Kommentare über die „unpraktischen Faltschachteln“ in Rente schicken:
Revell hat nach Jahrzehnten (!) endlich das Flehen vieler Modellbauer erhört und liefert alle neuen Kits in praktischen Klappkartons „á la Heller“ aus:
Und hier sieht man, warum uns diese Kartons so wichtig sind:
Denn so kann man die gebauten Komponenten endlich vernünftig für die nächste „Bastelsession“ aufbewahren!
Danke nach Bünde, dass man im Management das Flehen der Modellbauer endlich erhört hat!
Übrigens – auf der Rückseite des Klappkartons finden sich einige nützliche Angaben zum Vorbild und zum Bausatz:

Aber kommen wir endlich zum Inhalt der neuen Schachtel – und der ist „1970er Jahre pur“:

In zwei Beuteln finden sich insgesamt drei graue Gussrahmen …


… ein transparenter Spritzling …

… sowie Vinylreifen …

… ein Decalbogen …

… und die Bauanleitung:

Die immerhin 50 Jahre alten Teile haben glücklicherweise nichts an ihrer „Knackigkeit“ verloren:
Fazit
Nostalgie kommt auf und der Bastelspaß ist garantiert!
Dieser Bausatz ist nichts für detailverliebte Freaks und Fanatiker mit Maßband und Rechenschieber – dafür war er aber 1975 auch gar nicht konzipiert!
Es sollte eine einfach zu bauende und dennoch akkurate Wiedergabe des Originals sein – und das ist Matchbox damals gelungen!
Zudem der Preis „damals“ absolut erschwinglich war – ich erinnere mich an ein Preisschild „DM 4,99“.
Insofern ist der heute aufgerufene Preis durchaus ok – auch wenn es natürlich immer Kritiker gibt, die sagen, das über 10 Euro für „so ´ne alte Kiste“ zuviel seien – suum cuique“:
Jedem das Seine!
Ich habe auf alle Fälle Spaß beim Bauen — und garantiert einen „Nostalgie-Flashback“.
Erhältlich bei Modellbau König.
Dr. Michael Brodhaecker, Lingen






















