Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365

ICM ist mal wieder unaufhaltsam unterwegs einen sehr hochwertigen Grundbausatz in verschiedensten Varianten auf den Markt zu bringen. Hier haben wir nun die Grundvariante des Transporthubschraubers mit der speziellen Aufgabe als Ersthelfer für den Verwundetentransport …
Im Modell gibt es insbesondere neue Teile für die Inneneinrichtung im Transportraum mit Krankentragen und die Ausstattung mit Zusatztanks an neuen Trägern.
Der Gesamtinhalt des Kartons ist an einer Seite übersichtlich dargestellt:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-2 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Im Untertitel der Bausatzbenennung heißt es: „Crew und combat medics“. Gemeint sind damit zwei Figurensets. Einmal drei Figuren für die Flugbesatzung aus zwei Piloten und einem Lademeister. Das Einzelset hierzu hatten wir hier schon vorgestellt und können darauf verweisen:

Black Hawk Crew Figurenset in 1:48 von ICM #48130

Ergänzend zeige ich hier mal das Ergebnis meiner Arbeit an dem Figurenset in der Erstausgabe von ICM:

Im Weiteren gibt es wieder drei Figuren für die Darstellung eines verwundeten Soldaten auf einer Trage liegend und zwei „Medics“ – also Sanitätssoldaten. Hier gibt es eine Soldatin in leichtem Anzug, die eine Infusion angelegt hat und die zugehörige Flasche dazu hochhält und einen „Doc“ (laut Helmaufschrift) mit Helm und vollständigem Battledress, der einem Beatmungsbeutel in der rechten Hand hält. Also mal „in Action“ in nicht so häufiger Darstellung.

Für den Hubschrauber gibt es einige neue Spritzäste, die wir hier vorstellen wollen und für die schon bekannten Spritzäste auf unsere bisherigen Vorstellungen verweisen.
Hier die Erstausgabe:

MH-60L Black Hawk US Special Forces in 1:48 von ICM #48360

Hier die zweite Ausgabe in denen die neuen Äste A1 (neue linke Rumpfhälfte), J, H und K eingeführt wurden:

UH-60 Blackhawk in 1:48 von ICM # 48362

Mit der Ausstattung wie die zweite Ausgabe:

UH60A Black Hawk – US Military Transport Helicopter in 1:48 von ICM #48361


Mit einer Mischung aus der ersten und den Folgeausgaben und zusätzlich den Besatzungsfiguren:

UH-60A Black Hawk with Crew in 1:48 von ICM # 48362

Die neuen Spritzäste dann haben wir dann mit den Buchstaben M und N.
Ast M enthält die Teile für zwei Zusatztanks (es wären sogar vier möglich) und für die kleinteilig und diffizil ausgeführte Aufhängung der Tanks mit horizontalen Trägern, untergebauten Pylonen und Stützstreben.
Er ist auch in der nach der Herstellernummer folgenden Ausgabe enthalten, die uns Thomas Unger aktuell schon vorgestellt hat.

UH-60A Black Hawk with ESSS and Skis in 1:48 von ICM #48368

ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-5 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Die Tanks sind in zwei Schalen mit feinen oberseitigen Details für die Aufhängung und Betankungs- und Serviceöffnungen ausgeführt:

Weitere Teile für die Träger, die Pylone und die Befestigungsschlösser sind ebenso fein ausgeführt und ergeben sehr gute Nachbildungen, die auch unbelegt einen sehr guten Eindruck machen werden:

Schließlich haben wir noch den neuen Ast N für die Ausrüstung des Innenraums mit den spezifischen Teilen für die MEDEVAC-Aufgabe mit den drehbaren Krankentragen:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-15 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Die drehbare Trägerstruktur für die Krankentragen in Form einer Trennwand entstehen aus zwei intensiv detaillierten Hälften, die noch auf einen Drehzapfen aufgebracht werden:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-16 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Die Krankentragen gibt es bei sauberer Detaillierung in großer Zahl und in drei unterschiedlichen Varianten:

(Man beachte das Spineboard auf dem letzten Bild)

Der Unterbau mit dem Drehzapfen und die vier Sitze weisen leider eine Anzahl von Auswerfermarken auf, die eine Nacharbeit erfordern:

Das neue Figurenset für die „Combat Medics“ besteht aus zwei Spritzästen, einmal für die Figuren und für Ausrüstung/Bewaffnung. So eine Bewaffnung ist zulässig. Militärische Sanitäter können regulär mit leichten Infanteriewaffen wie Sturmgewehren und Pistolen bewaffnet sein. Gemäß den Genfer Konventionen dient diese Bewaffnung ausschließlich dem Eigenschutz sowie dem Schutz der ihnen anvertrauten verwundeten Soldaten. Trotz ihrer Ausrüstung gelten sie rechtlich als Nichtkombattanten, solange sie die Waffen nicht für aktive Angriffe einsetzen.
Der Ast für die Figuren trägt für das Set den Buchstaben A. Die Bauteile sind für Spritzgussfiguren sehr gut in den Oberflächen und feinen Hinterschneidungen hergestellt. Nacharbeiten sind soweit zu erkennen allenfalls in sehr geringem Umfang nötig:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-23 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Der liegende/verletzte Soldat ist bis auf die Arme einteilig ausgeführt:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-24 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Hier ein Blick auf Teile für die Figur der knieenden Sanitäterin (ohne Helm ist der Haarknoten am Hinterkopf ein feines Detail):

Und hier für den „Doc“:

Etwas Zubehör gibt es an diesem Ast auch noch, so für einen Rucksack, der auch getrennt abgelegt werden kann, und für Gürteltaschen:

Der kleinere Spritzast B ist doppelt vorhanden und enthält insbesondere je ein Gewehr, eine Pistole in einem Holster und einen Helm:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-34 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Hier gibt es auch noch sogar drei Funkgeräte in einer Tasche, die an unterschiedlichen Stellen angeklebt werden können. In der Anleitung wird nicht erwähnt, dass dort die Stabantenne noch aus einem dünnen Draht ergänzt werden sollte:

Weiterhin gibt es jeweils einen gut nachgebildeten Helm, der ebenfalls auf den Boden gelegt werden kann:

Der Decalbogen liefert das Material für eine einzige vorgesehene Lackierungs- und Markierungsmöglichkeit. Auffällig sind natürlich die recht zahlreichen Rot-Kreuz-Abzeichen. Insgesamt gibt es auch hier wieder einen umfangreichen Bogen mit Decals für den Innenraum und die äußeren Markierungen an Rumpf und Anbauten:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-39 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Die Anleitung gibt es wieder im großen DIN-A4-Format, beginnend mit einer historisch-technischen Einführung und den Farbhinweisen:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-40 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Es folgen die Darstellungen zum Bausatzinhalt mit Kennzeichnung der nicht für die Bausatzvariante benötigten Einzelteile:

Die Spritzlinge für die Figurensets bilden hier den Abschluss:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-45 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Die Bauanleitung ist eine Weiterentwicklung aus den vorherigen Ausgaben unter Anpassung an die MEDEVAC-spezifischen Ausrüstungen. Schon ziemlich von Anfang an finden sich die ersten der neueren Bausatzteile in der Konstruktion von Cockpit und dem dahinter liegenden Raum für die Einsatzbesatzung, die zügig in den Rumpfzusammenbau übergeht:

Die untere Rumpfschale, Bug- und Heckanbauten und die Vervollständigung der Dach- und Seitenanbauten führen den Bau weiter:

Dann folgen die ersten äußeren versionstypischen Anbauten mit den Trägern und Pylonen für die Zusatztanks und eine große Zahl weiterer Anbauten. Für etliche Antennen gibt es Hinweise auf die Anbringung von Bohrlöchern, die tatsächlich Gegenstücke an den kleinen Bauteilen haben. Nötig ist das nicht unbedingt, da man die Antennen sicherlich auch ohne die Hilfen platzieren kann:

Die Anbringung der Zusatztanks und des Hauptrotors beendet dann den Zusammenbau:

Auch hier gibt es wieder die gedruckten Vorlagen für selbst herzustellende Masken:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-59 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365Es folgen die Hinweise für die Anbringung der kleineren Decals:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-60 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Die Lackierungs- und weiteren Markierungshinweise folgen dann direkt für die eine vorgesehene Variante:
ICM-48365-Black-Hawk-MEDEVAC-61 Black Hawk MEDEVAC in 1:48 von ICM # 48365
Für die beiden Figurensets gibt es abschließend je eine Übersicht über den Zusammenbau und die Lackierung. Das hier gut dargelegte, aber komplizierte, Tarnschema der Uniformteile ist nicht notwendigerweise die einzige Möglichkeit. Es wurden im Laufe der Zeit unterschiedliche Tarnungen erprobt und verwendet. Eine Fotorecherche wird sehr schnell weitere Möglichkeiten aufzeigen:

Fazit
Eine sinnvolle und hochwertige Ergänzung in der Reihe der Blackhawks, mit einigem Zusatzwert durch die beiden Figurensets, liefert uns ICM mit dieser Ausgabe. Natürlich ist es die beste Möglichkeit, den Aspekt hinter so einer Darstellung im Maßstab 1:48 im Modell darzustellen. Bei den Figurensets beweist ICM einmal mehr, dass man bei den Spritzgussherstellern in der oberen Liga vorne mitspielt.
Daher sehr empfehlenswert. Etwas Erfahrung im Bau von Hubschraubern sollte vorhanden sein.
Wir dürfen bestimmt noch eine ganze Reihe von weiteren Bausatzvarianten erwarten, ggf auch noch mit vier Tanks als „Long Range“ und dann ist ja immer noch die Ausführung als Marinehubschrauber als „Sea Hawk“ mit etlichen Varianten möglich.

Erhältlich bei Modellbau König.

Hermann Geers, Wietmarschen