Mit der DS 19 gelang dem französischen Hersteller Citroën 1955 die Produktion eines Autos mit wahrhaftigem Kultstatus – mal schauen, ob Hellers 43-fache Verkleinerung ebenso Kulktstatus erringen kann …
Die D-Reihe des französischen Automobilherstellers wurde am 5. Oktober 1955 auf dem Pariser Autosalon zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert – und wurde von Beginn an zu einem Verkaufsschlager.
Und das lag nicht nur am für die Mitte der 1950er Jahre zukunftsweisenden Design der Karrosserie, sondern auch an der technischen Ausstattung der D-Reihe:
Die hydropneumatische Federung des Fahrzeuges (jeder, der einmal beobachten konnte, wie eine DS beim Anlassen des Motors ihr „Hintertteil“ hob, wird wissen, was ich meine!) sowie eine damals revolutionäre Servolenkiung in einem Serienfahrzeug waren schon ein absolutes Verkaufsargument.
Dank der windschnittigen Karosserie erreichte die DS 19 bei nur 75 PS immerhin eine beachtenswerte Geschwindigkeit von 140 km/h – für 1955 ein wirklicher Spitzenwert!
Von der Markteinführung 1955 bis zum Produktionsende 1975 konnte Citroën 1.456.000 Fahrzeuge der D-Reihe verkaufen.
Dass die DS Kultstatus erreichte, liegt an vielen Faktoren:
Zum Einen an der futuristischen Optik des Fahrzeuges und der technischen innovationen;
Zum Anderen aber auch an der Zuverlässigkeit des Autos: So überlebte der französischen Staatspräsident Charles de Gaulle 1962 ein Attentat nur deshalb, weil seine DS trotz eines zerschossenen Hinterreifens dank der hydropneumatischen Federung auf drei Reifen entkommen konnte.
Zum Dritten war es auch der Marketingcoup von Citroën, der der „Göttin“ zum Kultstatus verhalf:
Denn die Citroën Typbezeichnung „DS“ hat im Französischen (ausgesprochen „de-es“) noch eine weitere Bedeutung: Nämlich „déesse“ = Göttin. Und dieser Gleichklang saß und wurde zum inoffiziellen Namen dieser Fahrzeugreihe – einfach nur „Die Göttin“!
Und „göttlich“ war die DS allemal!
So, genug geschwärmt!
Eigentlich geht es ja um einen Bausatz und nicht um die Begeisterung des Autors für die Déesse!
Werden wir also wieder sachlich … und bei der Begeisterung für die „Göttin“ fällt es nicht schwer zu erraten, dass ich auch von der Wiederauflage des Kits begeistert bin:
In der schönen Klappschachtel …

… mit vielen Informationen auf der Rückseite …

… findet sich die einteilige Karosserie …
… sowie ein Gussrahmen in weißem Plastik:

Die Teile lassen ihr Alter zumindest formetechnisch nicht erkennen – ein beredtes Zeugnis für die Formenpflege bei Heller:
Die zweigeteilten Plastikpneus sind nicht jedermanns Sache …
… aber ich liebe sie: Sie sind mir lieber als Vinylreifen und da ich ohnehin die Räder vor dem Lackieren komplett montiere, brauche ich persönlich keine separaten Reifen!
Aber das ist Geschmackssache … ich weiß, dass ich mich damit, zumindest bei passionierten Autobauern, auf dünnes Eis begebe!
Die Bodengruppe von unten …
… und von innen:

Die Karosserie hat auf einer Seite deutliche Formentrennungen …
… die sich auf der gegenüberliegenden Seite kaum finden:

Sie sind aber kein Problem: Sogar ich als ausgemachter „Autodepp“ war dazu in der Lage, sie mit ein wenig Schleifpapiereinsatz und nachträglichem Polieren zu egalisieren!
Der Klarsichtspritzling …
… beherbergt neben den Rücklichtern und den beiden Frontscheinwerfern auch eine einteilige und ausreichend transparente Scheibe:

Die Bauanleitung ist entsprechend der Einfachheit des Kits ebenfalls recht knapp gehalten:

Ein kleiner Decalbogen vervollständigt das Ganze:
Fazit
Keine Frage: Dieser Bausatz ist ein MUSS für DS-Fans ebenso wie für Liebhaber des Maßstabes 1:43.
Die Passung des Kits ist hervorragend und wer mag, kann seine „Göttin“ zum Beispiel auch als Gendarmeriefahrzeug bauen – schaut einfach in den nächsten Tagen mal auf Kitreviewsonline.de!
Erhältlich in der aktuellen Auflage bei Modellbau Universe.
Dr. Michael Brodhaecker, Lingen






